TUI.com verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.

Kultur

Zwischen Reisfelder und Büffelherden: Mit dem Fahrrad in Vietnam

07.07.2017

Es gibt viele Möglichkeiten Vietnam zu erkunden. Neben dem Roller ist das Fahrrad eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel und so erkunden Carina und ihre Reisebegleitung Zentralvietnam in Begleitung eines lokalen Guides mit dem Fahrrad.

Hoi An ist eine wunderschöne, romantische Stadt, in der es viel zu sehen und entdecken gibt. Nachdem wir uns Hoi An auf eigene Faust angeschaut haben, interessieren wir uns sehr für die Region und das Leben in Zentralvietnam. Wir entschließen uns zu einer geführten Fahrradtour durch die Region, welche uns die Möglichkeit geben soll noch mehr über die vietnamesische Kultur, die Landschaft und das alltägliche Leben in Vietnam kennen zu lernen.

TUI BLOGTIPP: LEST MEHR ZU CARINAS RUNDREISE DURCH VIETNAM

Mit dem Schiff durch die imposanten Kalkfelsen der Halong Bay
Authentisches Vietnam – zwischen Garküchen und Mopeds durch Hanoi
Rundreise durch Vietnam: Romantische Stimmung im malerischen Hoi An

Überflutete Reisfelder und Kuhherden

Beim Fahrradverleih werden wir freundlich von unserem Guide begrüßt. Mit Rad und Helm ausgestattet, sind wir nun für unsere Tour in das Umland von Hoi An bereit. Nach nur kurzer Zeit auf dem Rad haben wir den Trubel der Stadt schon hinter uns gelassen. Da einige Tage zuvor ein starker Taifun über das Land gefegt ist, stehen die Felder noch zu großen Teilen knietief unter Wasser. Einige Bauern nutzen dies und angeln und fischen auf ihren Feldern, um ihre Familien mit Nahrung zu versorgen.

Fischen als Alternative zum Reisanbau

Wir fahren mit unseren Rädern an den, im Wasser versunkenen, Reisfeldern entlang. Auf einmal stellt sich uns eine Kuhfamilie in den Weg. Vorsichtig passieren wir diese. Hier müssen wir wirklich mit allem rechnen.

Fernab des Tourismus können wir hier die Einheimischen in ihrer authentischen Lebensweise beobachten. Die Kinder spielen mit den Hühnern im Vorgarten, die Erwachsenen arbeiten auf dem Feld oder zu Hause. Es sieht alles so ursprünglich aus, wie ich mir Vietnam immer vorgestellt habe.

Nach 30 Minuten erreichen wir unseren ersten Stopp: Das berühmte Kräuterdorf Tra Que

Das Kräuterdorf Tra Que im Umland von Hoi An

Wir fahren bis zu einem kleinen Haus in dem Dorf Tra Que, wo wir von einem alten Ehepaar begrüßt werden. Beide sind vom Leben gezeichnet. Der Mann ist über 90 und seine Frau 86 Jahre alt. Trotz des hohen Alters betreibt das Paar eigenständig einen der berühmtesten Kräutergärten in der Region von Hoi An. Wie mit dem Lineal gezogen, reihen sich hier alle einheimischen Kräuter aneinander. Die beiden sind hierauf sehr stolz und strahlen um die Wette.

Der Mann zeigt uns umgehend, wie er den Garten bewirtschaftet. Er nimmt ein großes Holzbrett, an welchem zu beiden Seiten Gießkannen befestigt sind, legt dieses in seinem Nacken ab, geht in die Hocke, füllt die Kannen in einem Becken mit Wasser und bewässert seine Pflanzen. Danach dürfen wir dies auch probieren. Ich glaube, wenn der alte Mann das schafft, kann es so schwer nicht sein. Aber nein, die Kannen wiegen einige Kilos und selbst nachdem ich es geschafft habe damit aufzustehen, ist es nicht so einfach diese in Balance zu halten. Bestimmt nur einer der vielen Gründe, warum er mit über 90 topfit ist.

Ich darf auch mal ran

Auf dem Wasserbüffel zwischen den Reisfeldern hindurch

Wir schwingen uns wieder auf die Räder und fahren weiter, bis wir eine kleine Siedlung erreichen. Dort wartet ein Mann und tatsächlich steht neben ihm ein ausgewachsener Wasserbüffel. Nach einer ersten Streicheleinheit für den Büffel darf ich auch endlich auf dem Tier aufsitzen. Per Räuberleiter schwinge ich mich auf den Koloss. Bis auf ein paar Borsten ist es auf dem Dickhäuter erstaunlich bequem. Der Besitzer führt den Büffel an einem Seil. Ich wanke auf dem Rücken sachte von der einen auf die andere Seite bis wir wieder bei der Gruppe ankommen. Es ist irgendwie ganz anders als auf einem Pferd oder Kamel zu sitzen, aber auch ganz lustig. Trotzdem bin ich froh, dass ich wieder auf meinen eigenen zwei Beinen stehen kann und der nächste aus der Gruppe das Vergnügen haben darf.

Entspannter Abschluss auf dem Tau Bon Fluss

Eine Bootsfahrt auf dem Thu Bon Fluss ist dann der letzte Punkt unserer Tour. Jeweils zu zweit setzen wir uns in eine dieser, aus Bambus gebauten, Nusschalen, auch „Thung Chai“ gennant, und lassen uns durch die mangrovenartige Landschaft führen. Zwischen palmenartigen Gewächsen schlängelt sich der Fluss seinen Weg und wir können endlich etwas relaxen und abschalten. Als die Dämmerung einsetzt legen wir wieder an. Die Sonne verschwindet so langsam am Horizont und wir müssen wieder zurück bevor es dunkel wird. Also schwingen wir uns auf unsere Räder und folgen unserem Guide zurück zu unserem Ausgangspunkt in Hoi An, wo unsere Tour zu Ende ist.

Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, hat viele Vorzüge und besonders bei dieser Tour konnten wir der touristischen Innenstadt von Hoi An entkommen und etwas mehr von Vietnam kennen lernen. Ich bin sehr glücklich, dass wir diesen Ausflug gemacht haben und würde diesen ohne Einschränkungen weiter empfehlen.

Schlagworte:AsienVietnam
  1. Mittwoch, 19. Juli 2017 um 23:08 Uhr nina sagt: Antworten
    Hi, diese Fahrradtour durch die Reisfelder klingt total nett! Mit welchem Anbieter habt ihr diese Tour unternommen und wieviel hat sie gekostet? Liebe Grüße, Nina

Wir freuen uns über Kommentare!

Sicherheitscode

Dieses Blog nutzt Gravatare. Besorg dir ganz einfach einen eigenen Gravatar.
Achtung: Dein Kommentar wird vor der Freischaltung manuell geprüft.