TUI.com verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.

Kultur

Weihnachten in anderen Ländern – Heute erkunden wir Resteuropa und Afrika

08.12.2014

In dieser Woche folgt die Fortsetzung über die Weihnachtsfeste in Ost- und Südeuropa. Nachdem TUI Bloggerin Helene noch immer an ihrem österreichischen Weihnachtsnikolaus aus dem letzten Jahr knabbert, hat sie keine Müh gescheut und fleißig weiter recherchiert.

Nachdem ich euch bereits in der vergangenen Woche so einige Weihnachtstraditionen in Mittel-, Nord und Westeuropa vorgestellt habe, geht die Reise nun weiter. Heute möchte ich euch fröhliche Weihnachten in Ost- und Südeuropa präsentieren, bevor mein Finger auf der Weltkarte weiter in Richtung Afrika wandert.

Stille Nacht, heilige Nacht in Osteuropa

Beginnen wir doch wieder bei unseren direkten Nachbarn. Während ich so meine Lebkuchen in mich hineinstopfe, musste ich etwas schmunzeln, als ich die Besonderheiten in Polen herausfand. Wusstet ihr, warum beim polnischen Weihnachtsessen immer für eine Person mehr eingedeckt wird? Also ich wusste es nicht, aber andere Länder andere Sitten. Unsere Nachbarn gedenken mit dieser Geste den Verstorbenen und decken den Teller gleichzeitig ein, falls ein unerwarteter Gast oder ein Bedürftiger an die Tür klopft. Weiterhin wird außerdem ein Geldstück unter jeden Teller gelegt. Somit besteht die Hoffnung, dass alle vor Armut geschützt bleiben. Was in Polen das Geldstück ist, ist in Tschechien eine Fischschuppe. Wenn ihr diese in eurer Geldbörse tragt, wird euch das Geld im kommenden Jahr nicht ausgehen. Ich erinnere mich noch gut, dass wir als Kinder ebenfalls immer im Karpfen meiner Mutter nach Fischschuppen gesucht haben. Ich habe diese auch nie aus meinem Portemonnaie entfernt ;) Nach einem gelungenen Festschmaus wird am Tisch noch ein Apfel geschält. Ist dieser nach dem Schälen wie ein Stern im Inneren geformt, werden alle gesund und glücklich im nächsten Jahr wieder vereint Weihnachten feiern.

"Tischlein deck dich" ist ganz von der landestypischen Tradition abhängig .

„Tischlein deck dich“ ist ganz von der landestypischen Tradition abhängig .

Wenn wir uns nun noch weiter östlich mit unserem Weihnachtszug begeben, so habe ich in Ungarn, der Slowakei und Ukraine noch mehr Kuriositäten entdeckt. In Ungarn beispielsweise findet ihr häufig mehrere Menschen, die einen selbst mitgebrachten Stuhl in die Christmette mitnehmen und sich daraufstellen. Dieser Stuhl nennt sich Lucastuhl, den die ungarischen Frauen immer ab dem 13. Dezember bauen. Dieser muss aus sieben verschiedenen Holzsorten bestehen und darf an Weihnachten nicht brechen. Sollte dies jedoch geschehen, so wird diese Frau als Hexe angesehen. Buhuuu… da wird mir gleich ganz anders. Ich meine, wer möchte denn als Hexe abgestempelt werden. Da begebe ich mich lieber schnell weiter in Richtung Slowakei. Weihnachten in anderen Ländern kann nämlich noch viel mehr sein. In der Slowakei stellen jedes Jahr junge Mädchen Kirschzweige in Wasser, welche an Weihnachten blühen sollen. Tritt dieser Fall ein, so wird ihnen ein besonderes Liebesglück im nächsten Jahr widerfahren. Klingt das nicht einfach himmlisch? Das bedeutet ja, dass fröhliche Weihnachten im nächsten Jahr schon somit vorprogrammiert wären. Genauso zauberhaft wird auch in der Ukraine gefeiert. Hier ziert ein Spinnennetz den Weihnachtsbaum. Laut einer Sage konnte sich eine arme Witwe eines Tages keinen Christbaumschmuck leisten, und als dieser dann am nächsten Morgen von Spinnweben umgeben war, fingen diese im Sonnenlicht wie Gold und Silber an zu glitzern. Machmal wünschte ich mir wirklich ich könnte all diese bezaubernden Traditionen übernehmen. Naja, leider hat auch der Weihnachtsabend nur 24 Stunden.

Alle Jahre wieder in Südeuropa

Bevor ich auf den afrikanischen Kontinent übersetze, macht mein Finger noch in etwas südlicheren Ländern halt. Während der Sommermonate liebe ich ja die Sonne und das Meer. Pauschalreisen nach Spanien sind da immer das perfekte Urlaubsziel, doch sind südliche Länder auch in ihrer Weihnachtstradition so originell? Eine griechische Freundin erzählte mir erst kürzlich, bei einem Stück Baumkuchen, dass sie in Griechenland immer ein Weihnachtsfeuer entzünden. Ich persönlich kenne das nur als Osterfeuer. Hierbei wird der Winter ausgetrieben. In Griechenland hingegen wird solch ein Feuer jedoch 12 Nächte hintereinander entfacht und soll die Kobolde fernhalten.

Santa Claus is coming to town!

Santa Claus is coming to town!

Im vergangenen Beitrag hatte ich euch bereits schon gesagt, dass nicht in jedem Land der Weihnachtsmann erwartet wird. In einigen Teilen im Land des Stiefels müssen die Kinder bis zum 06. Januar warten.  Doch dann ist die Freude groß wenn Hexe Befana viele bunte Geschenke im Wohnzimmer hinterlässt. Der übrige Teil Italiens erhält wie gewohnt am 24. Dezember die Geschenke. Außerdem steht in Italien nicht der schönste Weihnachtsbaum im Mittelpunkt, sondern die schönste Krippe.

Solltet ihr einen weiteren Kurztrip nach Spanien geplant haben, so werdet ihr dort eine der merkwürdigsten Weihnachtstraditionen überhaupt vorfinden. Seit dem 18. Jahrhundert wurde der sogenannte „Caganer“ in die Krippe gestellt. Diese Figur verrichtet dort sein Geschäft auf den Feldern der Bauern, um diese ordentlich zu düngen. Heute werden diese Figuren oftmals anhand hoher Politiker nachempfunden. Schon etwas komisch die Spanier oder? Aber das ist ja noch längst nicht alles. Solltet ihr lottobegeistert sein, könnt ihr an Weihnachten ebenfalls das große Los in Spanien ziehen oder aber ihr spielt einen eurer Lieben einen Streich und gebt am „Dia de los Santos Inocentes“ den größten Lottogewinn der vergangenen Jahrzehnte vor ;) Dieser Tag ist nämlich der Tag der Streiche. Sollte dann jemand enttäuscht sein, dass es doch kein Hauptgewinn war, gibt es ja ebenfalls noch wie in Italien am 06. Januar die Geschenke.

Afishapa in Afrika

Merry Christmas around the world.

Merry Christmas around the world.

Auf dem afrikanischen Kontinent angelangt, habe ich mir noch zwei Besonderheiten herausgepickt. Faszinierend finde ich, dass die Kinder in Äthiopien an Weihnachten Kinder-Hockey spielen. Ausgelassen begehen auch sie das Weihnachtsfest. In Südafrika werden an Weihnachten noch Knallbonbons zum Explodieren gebracht und dann heißt es auf ghanaisch „Afishapa“-Frohe Weihnachten. In der nächsten Woche geht meine kleine Rundreise dann nach Asien und Amerika. Wenn ihr wissen möchtet, was ich sonst noch über die Weihnachtsfeste herausgefunden habe, dann klickt euch nächste Woche wieder rein.


Wir freuen uns über Kommentare!

Sicherheitscode

Dieses Blog nutzt Gravatare. Besorg dir ganz einfach einen eigenen Gravatar.
Achtung: Dein Kommentar wird vor der Freischaltung manuell geprüft.