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Vom Stoffballen zur fertigen Garderobe: Wie für über 1700 Kollegen/innen der TUI fly Germany eine neue Uniform eingeführt wurde

31.03.2017

Die Crew der TUI fly Germany wird neu eingekleidet! Doch wer denkt, dass Uniformen auf die Schnelle im Fachhandel gekauft werden können, liegt falsch. Ein langer Prozess – von der Ausschreibung bis zur finalen Lieferung – lag vor dem Kernprojektteam. TUI fly Kollegin Friederike nimmt euch mit auf die Reise der neuen Uniformen und zeigt euch, was sich alles hinter den Kulissen einer solchen Neuerung abspielt.

Die Entscheidung fiel bereits vor langer Zeit: Das fliegende Personal der TUI fly erhält eine neue Uniform, die dem Look & Feel der anderen TUI Airlines entspricht und damit den One Brand Gedanken der TUI weiter vorantreibt. Gesagt, getan. Doch wer jetzt glaubt, man könne einfach in einen Fachhandel für Uniformen gehen und für über 1.700 Personen eine Uniform von der Stange kaufen, der irrt. In den letzten zwei Jahren hat ein siebenköpfiges Kernprojektteam nach einem straffem Projektplan an der Einführung der neuen Arbeitskleidung gearbeitet: Ausschreibungsprozesse, Besuche bei den Anbietern, Vertragsvergabe, Anproben auf den Stationen, Qualitätskontrollen und -abnahmen vor Ort sowie die finale Auslieferung waren die großen To Do’s auf der Liste. Doch jetzt mal der Reihe nach.

Ausschreibung & Vertragsvergabe: Faire Produktions- und Arbeitsbedingungen sind ein Muss!

Mit der offiziellen Ausschreibung begann auch die Bewerbungsphase. Drei Anbieter wurden im Frühjahr 2016 zum persönlichen Pitch nach Hannover eingeladen und hatten die Chance, das eigene Unternehmen sowie die angebotenen Dienstleistungen dem Kernprojektteam und dem TUI Einkauf vorzustellen. Doch damit allein war die Entscheidung noch lange nicht getroffen.

Da wir uns unserer Verantwortung für soziales und nachhaltiges Handeln durchaus bewusst sind, war eines von Anfang an klar: Die neue Arbeitskleidung unserer Crews muss nicht nur eine gute Tragfähigkeit und Passform haben, sondern vor allem auch unter fairen und modernen Arbeitsbedingungen produziert werden. Dieser Punkt sollte ein wesentliches Vertragsdetail sein. Deswegen machten sich Teile des Projektteams auf den Weg und besuchten europaweit die einzelnen Headquarter der Top drei Bewerber und einzelne Lieferanten, um sich einen persönlichen Eindruck der möglichen Herstellung und Produktion zu machen.

Auch wenn am Ende die Arbeitsweise aller drei Anbieter unseren Anforderungen entsprach, konnte nur ein Bewerber den Zuschlag erhalten. So fiel die Entscheidung auf ICW, ein britisches Unternehmen mit Hauptsitz in Birmingham und einem zweiten Standort in Portugal.

„Das Fitting“ oder auch „wenn Büroräume zur Umkleidekabine werden“

Nach der Auftragsvergabe stand die größte Herausforderung jedoch erst noch an: Welchem Crewmember passt welche Größe? Die neuen Uniformgrößen entsprechen nämlich nicht den alten Größen. Eins zu eins nachbestellen war unter diesen Umständen nicht möglich. Es war also schnell klar, dass es nur eine Lösung gab: Alle 1793 Kolleginnen und Kollegen des fliegenden Personals mussten neu vermessen und die richtigen Kleidergrößen ermittelt werden. Zum Glück handelte es sich bei der neuen Uniform um eine gruppenweite Uniform. So konnten für die Fittings Uniformbestände der Thomson Airways auf neun Stationen gebracht und Büroräume an den Flughäfen kurzer Hand zu Umkleidekabinen umfunktioniert werden. Über acht Wochen wurden die Probeteile anprobiert, Kolleginnen und Kollegen vermessen und die richtige Größe ermittelt.

Hättet Ihr gewusst, dass es einige unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten einer Uniform gibt? Die Pilotenuniform besteht zwar wie gewohnt aus Anzug, Hemd und Krawatte, neuer „Schwinge“ (dem aus Metall gefertigten Abzeichen/Emblem an der Brusttasche) sowie optional einer Mütze, doch in der Kabine gibt es insbesondere für das weibliche Personal reichlich Auswahl: Der Rock lässt sich beispielsweise mit Bluse und Blazer oder Weste sowie Halstuch kombinieren. Doch auch eine Kombination aus Hose, Pullover oder Hemd und Pullunder ist möglich. Dazu kommen passende Mäntel und unterschiedliche Accessoires. Und alles musste anprobiert werden.

Die neuen Uniformen der TUI fly Germany Crew

Die neuen Uniformen der TUI fly Germany Crew

Es gibt viele Kombimöglichkeiten der neuen Uniformen

Es gibt viele Kombimöglichkeiten der neuen Uniformen

Start der Produktion, finale Abnahme, Lieferung– die heiße Phase beginnt

Anfang September 2016 konnte dann endlich die Produktion angeschoben werden. Als knapp einen Monat später das geplante Joint Venture der TUI fly und der Niki bekannt gegeben wurde, war die Produktion also bereits am Laufen und eine kurzfristige Entscheidung musste getroffen werden. Die Produktion lief und die alten Verträge waren bereits mit der Vertragsvergabe an ICW aufgekündigt worden. Auch wenn wir heute noch nicht wissen, wie die Uniform nach dem geplanten Zusammenschluss aussehen wird, war zu so einem späten Projektzeitpunkt ein Produktionsstopp keine Option mehr.

Seit heute tragen alle Crew Mitglieder die neue Arbeitskleidung auf ihren Flügen. Wie gefällt euch die neue Uniform?

Zusammenfassung
Vom Stoffballen zur fertigen Garderobe: Wie für über 1700 Kollegen/innen der TUI fly Germany eine neue Uniform eingeführt wurde
Artikel Name
Vom Stoffballen zur fertigen Garderobe: Wie für über 1700 Kollegen/innen der TUI fly Germany eine neue Uniform eingeführt wurde
Beschreibung
Die Crew der TUI fly Germany wird neu eingekleidet! Doch wer denkt, dass Uniformen auf die Schnelle im Fachhandel gekauft werden können, liegt falsch. Ein langer Prozess – von der Ausschreibung bis zur finalen Lieferung – lag vor dem Kernprojektteam. TUI fly Kollegin Friederike nimmt euch mit auf die Reise der neuen Uniformen und zeigt euch, was sich alles hinter den Kulissen einer solchen Neuerung abspielt.
Autor
  1. Donnerstag, 31. August 2017 um 19:12 Uhr Wolf-Ingo Meyer sagt: Antworten
    Hallo, Team TUIfly,wow, very professional. Heute kam mir in der List eiligen Schrittes mit Rollkoffer auf dem Wege zum Bahnhof eine elegante Stewardess in gut sitzender Uniform mit silber blitzender Wing entgegen. Als Verfasser des Buches Im Zeichen der Schwinge. Deutsche Luftfahrtabzeichen einst und jetzt (VDM 2015) sprach ich - neugierig geworden wegen der Wing - die Dame höflich in Englisch an und musste zur Kenntnis nehmen: TUIfly!!Im Jahre 1996 überließ mir Customer Services von Hapag-LLoyd für unsere Sammlung collectAVIA - documentation - einen kompletten Satz der damals getragenen Embleme für Jackett und Mütze. Zwischenzeitlich konnte die Sammlung mit den blauen und gelben Hapag-fly und TUIfly Effekten ergänzt werden. Und nun ,Sie ahen es, die herzliche Bitte eines Pensionärs und Luftfahrtarchivars: Können sie je eines der neuen Embleme unserer Sammlung überlassen auch zur Integration für den in Arbeit befindlichen Ergänzungsband des o.a. Buches? Ein Mißbrauch ist ausgeschlossen, der Verfasser dieser Mail hat eine öfftl.-rechtl. Sammelgenehmigung.Mit den besten Wünschen für den hann. Homecarrier und Dank für dortige Mühen Wolf-Ingo Meyer (Anm. der Redaktion: Persönliche Daten wurden entfernt.)
    • Montag, 04. September 2017 um 09:36 Uhr TUI Bloggerin Miriam sagt: Antworten
      Lieber Wolf-Ingo,Danke für deine ausführliche Anfrage. Ich habe diese an das zuständige Team von TUI fly weitergeleitet, damit diese dir direkt antworten können. Lieben Gruß, Miriam

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