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Unterwegs in der Antarktis mit Pinguinen und Robben

20.02.2017
TUI Bloggerin Gabriela
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Reisebloggerin Gabriela erfüllt sich einen Traum und fährt im Dezember mit dem Schiff von Ushuaia in Argentinien in die Antarktis. Nach ihrem Besuch auf einer der Süd Shetland Inseln erkundet sie nun die antarktische Halbinsel mit all ihren Robben, Pinguinen und Seeelefanten.

Sechseinhalb Tage haben wir nun Zeit, diesen winzigen Zipfel der Antarktis zu erkunden. Der siebte Kontinent ist um fast 3 Million km² größer als ganz Europa, daher kommt mir die antarktische Halbinsel schon so riesig vor.

Wir landen immer wieder auf den verschiedenen vorgelagerten Inseln an und dann auch endlich auf dem antarktischen Kontinent. Diese relativ geschützte Bucht mit ihren riesigen Gletschern und den wunderschönen Eisbergen im Wasser nennt sich Brown Bluff. Warum sehe ich sofort, als ich am frühen Morgen meine Kabine verlasse und neugierig an Deck gehe.

Die Passage durch die Eisberge haben mein Mann Dirk und ich verschlafen, aber nun ankert das Schiff vor einem riesigen braunen Felsen. Brown Bluff. Auf den Eisschollen sonnen sich einige Robben und Pinguine und ruhen sich dort vom Fischfang aus.

Weddel Robbe und Pinguin auf einer Eisscholle

Möwe bei Brown Bluff

Auf dem antarktischen Festland: Begrüßung der Pinguine

TUI BLOGTIPP

Wie kommt man eigentlich in die Antarktis und wie viele Stunden dauert die Reise? Was gibt es in Ushuaia zu sehen und darf ich die Tiere in der Antarktis streicheln? All das verrät euch Gabriela in Teil 1 ihrer spannenden Antarktis-Reise!

Teil 1: Auf zum eisigen Kontinent – ab in die Antarktis!

Wir werden wieder mit den Zodiacs an Land gebracht, wo wir lautstark von unzähligen Adélie Pinguinen begrüßt werden. Naja, begrüßt werden ist nicht ganz richtig, denn eigentlich interessieren die sich gar nicht für uns. Sie watscheln am Strand entlang und suchen nach dem besten Platz, um mit einem Sprung gemeinsam ins Meer zu tauchen. Weiter hinten haben sie ihre Nester, einige verstreut, andere in einer riesigen Kolonie.

Wir sehen nicht nur brütende Pinguine, sondern auch schon das eine oder andere frisch geschlüpfte Küken aus der Bauchfalte des Eltern-Pinguins heraus lugen. Sind die niedlich, diese kleinen Wollknäule! Und offensichtlich immer hungrig, denn sie betteln ihre Eltern dauernd an. Kein Wunder, dass immer einer der beiden auf Nahrungssuche im Wasser ist.

Adélie Pinguin mit Küken in Brown Bluff

Der Gletscher

Ein riesiger Gletscher zieht sich links am Berg entlang und hat ihm seine heutige Form gegeben, indem er die Seiten fast glatt geschliffen hat. Leider hat er sich in den letzten Jahren rasant zurück gezogen und endet hier auf dem Strand. Daher dürfen wir ihn ein paar Meter „besteigen“. Weiter hinten endet ein weiterer, viel größerer Gletscher im Meer, dem wir wohl die wunderschönen, in der Sonne weiß-blau glitzernden Eisberge zu verdanken haben. Immer wieder mal brechen Stücke ab und kalben ins Meer.

Einen Vormittag haben wir hier, dann geht es weiter.

Der sich zurück ziehende Gletscher am Brown Bluff

Gabriela auf dem Gletscher am Brown Bluff

Die Tierwelt der vorgelagerten Inseln

Jeden Tag gibt es mindestens zwei Anlandungen, so dass wir viele verschiedene Inseln besuchen können. Auf fast jeder Insel sehen wir auch Seeelefanten oder Krabbenfresserrobben. Manchmal auch einen Seeleoparden, aber immer verschiedene Pinguine. Adélie Pinguine, Eselspinguine und Zügelpinguine. Alle sind sie niedlich und ich möchte sie am liebsten streicheln, aber das ist natürlich streng verboten.

Unterwegs tauchen auch immer wieder Wale auf. Meistens sind es Pottwale, aber auch Zwergwale und auch einmal ein paar Finnwale. Für Wale ist es im Dezember fast noch ein bisschen früh, aber das sehen diese Exemplare wohl anders.

Die chinesische Forschungsstation „Great Wall Station“

Wir besuchen an einem Vormittag die Great Wall Station, eine chinesische Forschungsstation. Unterwegs tauchen an den Ufern immer mal wieder andere Stationen auf, die meisten aber unbesetzt.

Sehr beeindruckt bin ich, wenn wir auf den verschiedenen Inseln Walknochen sehen, die noch zu Walfängerzeiten hier liegen gelassen wurden. Das eine oder andere verlassene Walfängerboot liegt an einsamen Stränden und erinnert an die gnadenlose Jagd auf die harmlosen Meeressäuger.

liegen gebliebenes Walfängerboot auf Halfmoon Island

uralte Walknochen auf Penguin Island in der Antarktis

Polartaufe: Baden im Eiswasser

Bei unserem zweiten Kontinentallandepunkt, Orne Harbour, hat sich das Expeditionsteam etwas ganz besonderes ausgedacht. Wer mag, darf angegurtet in das -1 °C kalte Wasser springen und so eine Urkunde erhalten. Ich bin ehrlich, das habe ich mir erspart, aber 50 Leute haben es gemacht, u.a. auch mein Mann, der hinterher 20 Minuten unter der Dusche stand, um sich wieder aufzuwärmen…

Orne Harbour auf dem antarktischen Kontinent

Ein fast unmöglicher Besuch: Die versunkene Insel Spert Island

Viele Inseln sind vulkanischen Ursprungs. So auch Spert Island, das wir an einem Abend besuchen. Nur sehr selten ist das möglich, denn die Insel ist gar keine richtige Insel mehr. Wasser, Wind und Wellen haben die „weichen“ Gesteine erodieren lassen und es stehen jetzt nur noch spitze Felsnasen im Meer.

Nur wenn es fast windstill und eisfrei ist, können hier Zodiacs durch die Felsen fahren, denn sonst würden sie von den Wellen nur zu schnell an die messerscharfen Spitzen geschleudert werden. Das ist schon eine ganz besondere Tour, die wir machen können. Sogar durch eine riesige Höhle fahren wir, die das Wasser in den Fels gewaschen hat.

Spert Island, eine fast versunkene Insel in der Antarktis

Diese Reise ist etwas ganz besonderes für mich gewesen. Diese fast unberührte Natur, Tiere, die nicht vor den Menschen flüchten, eine unendlich scheinende Eiswüste. Wunderschön geformte Eisberge und hohe Berge. Ich würde nur zu gern wiederkommen…

Schlagworte:AntarktisPinguine
  1. Dienstag, 21. Februar 2017 um 11:36 Uhr Paula sagt: Antworten
    Hallo Gabriela,danke für den interessanten Beitrag. Ich träume auch schon seit einiger Zeit einmal, die Antarktis oder die Arktis zu sehen. Am liebsten würde ich den Trip auf einem Kreuzfahrtschiff machen. Bietet die TUI soetwas an? Alternativ auch eine Alaska Kreuzfahrt? Wann wäre der beste Reisezeitpunkt dafür?Viele Grüße, Paula
  2. Sonntag, 26. Februar 2017 um 11:36 Uhr Gabriela sagt: Antworten
    Liebe Paula, schön, dass Dir mein Beitrag gefällt! Die Hapag-Lloyd Expeditionsschiffe MS Bremen und MS Hanseatic reisen in alle "exotischen" Gebiete, also auch in die Arktis und Antarktis. Die "Mein Schiff"-Flotte von TUI Cruises ist für diese Gebiete nicht ausgelegt und auch zu groß. Vielleicht bieten Sie später mal Alaska Kreuzfahrten an, denn dort können auch große Schiffe fahren. Ich selbst habe schon zwei Kreuzfahrten in Alaska gemacht und dort auch schon eine PKW-Rundreise. Es lohnt sich sehr (unter meinen Beiträgen findest Du auch etwas dazu hier im TUI Blog :-) . Die beste Reisezeit für die Antarktis ist in unserem Winter, denn dann ist dort Sommer und es ist hell, das Packeis schmilzt und die Schiffe können zum antarktischen Festland vordringen. Nach Alaska kann man am besten zwischen Mai und September reisen, allerdings können im Juni und Juli Mückenplagen dort herrschen. Ich fand den Mai immer toll auf dem Schiff, mit dem Auto waren wir Ende August bis Anfang September unterwegs, aber dann kann es schon mal wieder schneien. Schreib mir gern, wenn du mehr Infos benötigst! Liebe Grüße Gabriela

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