TUI.com verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.

Aktiv

Südafrika: Zeit für Tiere

07.10.2014
TUI Blogger Simon
Alle Beiträge anzeigen

Fotos von niedlichen Katzenbabies gibt es im Internet zuhauf. Zeit für echte Tiere! Wie wäre es beispielsweise mit den Big Five in Südafrika? Von dort kommt gerade Simon aus dem Urlaub zurück und will euch verraten, wo die spannendsten Tierbegegnungen auf euch warten. „Expedition ins Tierreich“ – let´s go!

Moholoholo Recreation Center

Die erste Tierbegegnung erlebten meine Freundin und ich bei Hoedspruit in der Kubu Safari Lodge-, einer wunderschönen Anlage mit deutschen Besitzern mitten im Kapama Game Reserve. Das röhrende Brüllen, das uns nachts aufgeweckt und für Gänsehaut gesorgt hatte, wurde uns am nächsten Morgen als Löwenbrunftschrei erklärt. Trotz des Sicherheitszauns hatte es wohl ein Männchen aufs Gelände geschafft…
Ok, gehört hatten wir das erste Tier, jetzt wollten wir welche sehen. Dazu besuchten wir die Tierauffangstation Moholoholo, die über Spenden finanziert kranke Tiere aufnimmt, aufpäppelt und wieder in die Freiheit entlässt. Die Anlage ist quasi ein kleiner Zoo.

Käfige in der Tierauffangstation Moholoholo in Südafrika

In solchen Schlingen und Käfigen wurden die Tiere der Auffangstation gefunden

Wir schlossen uns der Besuchergruppe um den Ranger Moses an, der bei jedem Tiergehege erklärte, welches Tier wir dort sahen und warum es dort war. Erschreckenderweise handelte es sich meistens um Opfer von Wilderern, d.h. die Tiere wurden halb verendet in Schlingen und Käfigen gefunden. Tiere, die in der Wildnis nicht überleben würden, dürfen ihr Gnadenbrot in der Auffangstation fristen. Das immerhin ermöglichte uns, den Rücken eines lebenden Geparden zu streicheln und einem Adler den Nacken zu kraulen, was dieser sichtlich genoss.

Außerdem gab es eine Geierfütterung: Ich bekam einen dicken Lederhandschuh über den Arm gezogen und Moses platzierte ein Stück Fleisch auf meiner Hand. Keine zwei Sekunden, da kam der erste Geier angeflogen und setzte sich flatternd auf meinen Arm, um gierig nach dem Fleisch zu picken. 15 Kilo zappelnder Geier auf dem Arm, ein klasse Erlebnis! Viele weitere Bewohner konnten wir betrachten, darunter Löwen, Hyänen und Honeybadger. Auch liefen einige Tiere frei auf dem Gelände, etwa ein Babynashorn, dem wir laut Moses nicht zu nah kommen sollten: „…if want to leave this place in peace, not in pieces!“

Krüger Nationalpark

Am nächsten Tag ging es in den „Kruger“. Das 20.000 Quadratkilometer große Gelände liegt im Osten Südafrikas und bietet wohl eine der beeindruckendsten Tierwelten überhaupt. Die Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) sind hier zuhause. Vier Tage lang fuhren wir durch den Park und haben nach Tieren Ausschau gehalten, um die Abende beim gemütlichen Braai (südafrikanisch für Grillen/Barbecue) im Rest Camp ausklingen zu lassen. Rest Camps sind mitten im Busch gelegene Anlagen mit zahlreichen Hütten, einem Restaurant und Supermarkt.

Der Standard ist wenig luxuriös, aber was will man erwarten? Definitiv darf man Tiere erwarten. Schon kurz nach Einfahrt in den Park begegnete uns die erste Giraffe, ein herrschaftliches Geschöpf. Und da, die erste Gruppe Impalas, toll! Ehrlich gesagt, Impalas konnten wir am Ende nicht mehr sehen, so häufig treten sie auf. Wie das läuft im Krüger? Nun, man fährt mit Tempo 20 über meistens sauber geteerte Straßen, wahlweise aber auch Sandwege, und blickt links und rechts aus dem Auto. Hat man ein Tier entdeckt, hält man an, packt den Fotoapparat aus oder genießt ganz einfach das Naturschauspiel. Oft sieht man schon aus der Ferne, dass sich ein Pulk Fahrzeuge an einem Platz sammelt. Dann weiß man, da gibt´s was Spannendes!

Die besten Beobachtungsmöglichkeiten gibt es an Wasserlöchern und Flüssen. Wir blieben bis zu einer Stunde an solchen Stellen stehen und betrachteten mit magischen Gefühlen das Kommen und Gehen von Zebras, Gnus, Greifvögeln, Nilpferden, Krokodilen und Elefantenfamilien. A propos, eine Elefantenbegegnung wäre beinahe schief gegangen: Ich bog gerade mit dem Auto um die Kurve und spielte mit dem Tempomat, da kam eine Herde Elefanten aus dem Dickicht auf die Straße gestapft. Die starke Bremsung wirbelte Gepäck durch´s Auto. Im nächsten Moment löste sich das größte Tier aus der Gruppe und lief mit aufgestellten Ohren auf uns zu. Ich schmiss den Rückwärtsgang rein und zog nach hinten ab, doch der Bulle wollte nicht locker lassen. Erst nach 50 Metern gab er auf und trabte zurück zu seiner Familie, nicht ohne uns zum Abschied noch einen bösen Blick über die Schulter zuzuwerfen.

Affen im Krüger Nationalpark in Südafrika

Die Affen schrecken nicht vor Menschen zurück, wenn es darum geht, etwas leckeres zu mopsen

Affenplage

Ok, eine gefährliche Geschichte hab ich noch: Wir waren im Zululand und hatten uns in der Ubizane Tree Lodge etwas Erholung versprochen. So kamen wir gerade von einer Zufuß-Safari zurück und legten uns an den Pool, gleich sollte der High-Tea gereicht werden. Schon vorher hatten wir registriert, dass sich auf dem Gelände, das mitten in einem Wald lag, einige dreiste Affen am Buffet zu schaffen machten. Diese Affen, etwas größer als Hauskatzen, sind nicht ohne, hatten Vortags ein kleines Kind am Bein umgerissen und wurden vom Personal mit Stöcken verjagt.

So lagen wir am Pool und genossen unseren Tee, als mich ein Geraschel im nahen Gebüsch aufschreckte. Ich sprang hoch und sah mich einem fauchenden Affen gegenüber, der an unsere Zuckertütchen wollte. Man weiß nicht, welche Krankheiten diese Tiere übertragen, also wickelte ich mir kurzerhand mein Handtuch um den Arm und ging in Verteidigungsstellung.

Es entbrannte ein unbarmherziges Vor und Zurück zwischen dem Affen und mir, mal wich er zurück, dann ich. Da kamen ihm seine Kumpels zur Hilfe und ich sah mich einer ganzen Bande gegenüber. „Schatz, Rückzug!“, meine Freundin hatte Recht. Wir gaben auf und sahen zu, wie Hände voll Zuckertütchen im Busch verschwanden. Mistviecher!

Sonnende Krokodile in St. Lucia in Südafrika

Auch die Krokodile genossen an Land die Sonne

Fluss und Pferde in St. Lucia

Deutlicher entspannter ging es am indischen Ozean im Küstenörtchen St. Lucia zu. Das Touristen-Kaff müht sich redlich um Attraktionen, sodass wir gleich drei spannende Ausflüge planten. Aus unserer Whale Watching-Tour wurde leider nichts, die Wellen waren zu hoch.

Dafür genossen wir eine Bootstour auf dem nahegelegenen Fluss. Während der Kapitän allesmöglich über Seeadler, Fischreiher, Korokodile und Leguane erzählte, interessierten wir uns am meisten für die Nilpferde. Von ihnen gibt es sehr viele rund um St. Lucia und es kann durchaus passieren, dass man abends auf dem Weg von der Bar zum Hotel welche am Wegesrand trifft.

Dies blieb uns zwar vergönnt, doch gelang uns immerhin ein schöner Schnappschuss von einer ganzen Gruppe Hippos, die sich eng aneinander gekuschelt zum Schlafen gelegt hatten. „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“ Getreu diesen Mottos entschlossen sich meine Freundin, passionierte Reiterin seit Kindesbeinen, und ich, mit sieben Jahren vom Pony gefallen und seitdem Angsthase, dazu eine Reitsafari zu unternehmen. Also ab zur Ranch und rauf auf den Sattel.

TUI Hoteltipp: Shishangeni Private Game Reserve Camp Shawu

Hotel Shishangeni Private Game Reserve Camp ShawuDas 4-Sterne-Hotel im Krüger Nationalpark in Südafrika Mpumalanga erwartet euch mit exzellentem Service, leckerer Küche und einer komfortablen Unterkunft. Das Shishangeni Private Game Reserve Camp Shawu bietet die besten Tierbeobachtungsmöglichkeiten an. Erlebe die „Big Five“ – Wildbeobachtungen und ein aufregendes Naturerlebnis.

►Mehr Informationen und Buchung hier.

So stolperten das einäugige husband horse (weil für die reitunterfahrenen Männer reserviert) Ganda Ganda und ich hinter der Gruppe gut gelaunter Reiterinnen und der Reitstallbesitzerin hinterher. Damit ich nicht verloren gehe, ritt noch ein Ranger hinter mir her, welche Schmach. Nach wenigen Minuten erreichten wir die offene Savanne und trabten vorbei an Zebras, Gnus und Warzenschweinen. Das tolle ist ja, dass man auf so einem Pferd ganz schön hoch sitzt und sehr weit sehen kann. Außerdem scheinen die wilden Tiere den Menschen nicht mehr als solchen wahrzunehmen, wenn er auf einem Pferd sitzt. Wir konnten jedenfalls sehr nah an sie heran reiten.

Irgendwann fragten die Damen, ob es mir etwas ausmachen würde, wenn sie ein bisschen Gas geben, oder besser gesagt die Sporen. Da stand ich Trottel, dem es schon im Trab schwer fiel im Sattel zu bleiben, allein mit Ganda Ganda, dem einäugigen Pferd und dem Babysitter-Ranger. Es folgte ein trübsinniges Gespräch über die ehelichen Pflichten eines Zulumannes und die eines Deutschen. Manche Dinge sind eben auf der ganzen Welt gleich.

Wer ebenfalls aufregende Tierbegnungen erleben möchte, dem empfehle ich einen Blick auf die TUI Südafrika Fernreisen zu werfen.

Schlagworte:Südafrika

Wir freuen uns über Kommentare!

Sicherheitscode

Dieses Blog nutzt Gravatare. Besorg dir ganz einfach einen eigenen Gravatar.
Achtung: Dein Kommentar wird vor der Freischaltung manuell geprüft.