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Kultur

Städtetrip nach Rom: Zwischen Obelix und Papst-Hype

01.04.2013

Weißer Rauch steigt über den Dächern des Vatikans auf, die Massen auf dem Petersplatz jubeln begeistert: „Habemus papam“. Wir haben einen neuen Papst! So ganz nachvollziehen kann ich den Hype ja nicht, doch es ist unmöglich, dem Trubel auszuweichen. Das war es schon 2005, als sich die deutsche Presse überschlug und über Nacht aus Joseph Ratzinger kurzerhand Benedikt XVI. wurde. Nun also ein Argentinier.
Allzu viel habe ich als Nicht-Katholik mit dem Papst nicht am Hut. Viel mehr als die jeweiligen Lebensgeschichten faszinieren mich jedoch die  Bilder der pompösen Vatikanbauten und auch in Rom selbst scheint die Zeit stellenweise stehen geblieben zu sein. Ohne Zweifel, da muss ich hin!
Ganz spontan landen wir schon wenige Tage später in der italienischen Hauptstadt. Bisher galt ich als ausgewiesener Kulturbanause, aber als ich auf die Überreste des weltbekannten Kolloseums blicke, in dem einst blutige Gladiatoren-Kämpfe stattfanden, verfalle selbst ich in ehrfürchtige Gänsehaut. Und nur einen Steinwurf entfernt wurde mit dem Forum Romanum gleich ein ganzes Areal faszinierender Bauwerke freigelegt. Während unsere Blicke über die alten Triumphbögen und Säulen wandern, bemerke ich erst langsam, dass meine Gedanken längst absurde  Streiche spielen: In üppiger Rüstung mit Lanze und Schild sehe ich mich vor meinem inneren Auge durch die Szenerie marschieren. Da tappen Asterix mit Idefix und Obelix mit einem Wildschwein auf dem Rücken vorbei… HALLO, aufwachen!
Zur Abkühlung gibt es ein vorzügliches Eis am romantischen Trevi Brunnen. Man könnte auch sagen am römischen Sparschwein, ist er doch Teil  eines zweifelhaften Rituals: Wer in die „ewige Stadt“ zurückkehren möchte, der werfe hinterrücks eine Münze über die Schulter in den Trevi Brunnen. Das passiert praktisch im Sekundentakt und macht damit unzählige Touris zu Wohltätern, denn etwa 1 Million (!) Euro wird pro Jahr aus dem Brunnen gefischt und kommt der Caritas zu Gute.

Der katholischen Kirche scheint es indes ganz gut zu gehen, wenn ich mir so den Prunk im Vatikanstaat anschaue. Gold, Marmor und wertvolle Kunst so weit das Auge reicht! Herrn Ratzinger bekommen wir allerdings nicht zu Gesicht, der hat wohl gerade seinen Rücktritt vorbereitetet.
Irgendwie kann ich ihn ja verstehen, den Joseph… Ist auf Dauer nix, so ein Leben als Star!

Am letzten Tag stehen wir dann noch einmal am Trevi Brunnen, sicher ist sicher: Schwups, Münze über die Schulter geworfen und auf den nächsten Rom-Besuch freuen.

Schlagworte:ItalienRom
  1. Donnerstag, 25. September 2014 um 10:04 Uhr Valentin Grüger sagt: Antworten
    Es war gerauenvoll
    • Donnerstag, 25. September 2014 um 12:19 Uhr TUI Bloggerin Yasemin sagt: Antworten
      Hallo Valentin,was genau war denn so grauenvoll?Viele Grüße

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