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Kultur

Shabbat und Pessach – Worauf ihr beim Besuch in Israel achten solltet

14.06.2016

Zu Ostern in Israel. Carina erlebt den Shabbat und das Pessachfest in Israel und gibt euch Tipps, was es hier an den Feiertagen zu beachten gibt. Oder wusstet ihr, dass ihr am Sabbat etwas mehr Zeit für die Fahrt mit dem Fahrstuhl mitbringen solltet und die Hotels in dieser Zeit auf das Angebot von Brot verzichten?

Israel

Für eine Reise nach Israel ist eine gute Vorbereitung unablässig. In meinem letzten Beitrag habe ich euch bereits schon davon berichtet, dass die Einreise oft mit Schwierigkeiten verbunden ist. Aber auch die Feiertage können das Leben und Reisen in Israel komplizierter machen. Auf unserer Rundreise durch das wunderschöne Land können wir sowohl die Auswirkungen vom Sabbat, als auch die des Pessachfestes nicht nur beobachten, sondern bekommen diese auch selber zu spüren.

Sabbat und Pessach – wichtige Feste im Judentum

Der wöchentliche Sabbat gilt als der wichtigste Feiertag und stellt den Tag der Ruhe, den siebten Tag in der Schöpfungsgeschichte, dar. Der Sabbat beginnt Freitags mit dem Sonnenuntergang, dann finden sich die gläubigen Familien zur rituellen Eröffnung des Feiertages zu Hause ein. Zusätzlich zum Sabbat, welcher wöchentlich stattfindet, gibt es einmal im Jahr das sogenannte Pessachfest.

Pessach ist ebenfalls eines der wichtigsten Feste des Judentums und erinnert an den Auszug aus Ägypten. Über 400 Jahre waren die Juden in der Sklaverei, bis Moses in Gottes Auftrag nach Ägypten ging, um beim Pharao um die Freilassung seines Volkes zu bitten. Der Pharao jedoch verweigerte dessen Bitte zehnmal und wurde daraufhin von Gott mit jeweils einer Plage bestraft. Erst nach der zehnten Plage – dem Tod aller Erstgeborenen von Mensch und Tier – ließ er das Volk Israel gehen. Ich denke, die Meisten können sich an diese Geschichte aus dem Konfirmationsunterricht erinnern. Umso spannender ist es, vor Ort zu sein und von den alten Geschichten Israels zu hören.

Hier hätte ich gut Einkaufen können... Leider ist alles geschlossen

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Sabbat – darauf solltet ihr euch einstellen

Es ist Samstagmorgen, Sabbat. Letzte Nacht sind wir in Tel Aviv gelandet und nach Jerusalem gefahren – jedoch ohne Koffer. Denn die sind leider in Frankfurt stehen geblieben. Ein paar Sachen haben wir zum Glück dabei, um uns aufzufrischen und fertig zu machen. Unser Zimmer ist in der 11. Etage des Hotels, weswegen wir den Fahrstuhl nehmen. Hier bekommen wir das erste mal die „Einschränkungen“ des Sabbats mit. Da ein gläubiger Jude am Sabbat keine Arbeit verrichten darf, dazu gehört auch das Drücken eines Aufzugknopfes, hält der Fahrstuhl in jeder einzelnen Etage automatisch. In der 5. Etage merken wir den Grund für die lange Fahrt und wechseln zu dem „Nicht-Sabbat-Aufzug“. Wenn wir der hebräischen Sprache mächtig gewesen wären, hätten wir den Hinweis auf dem Schild vielleicht bemerkt. Leider ist das einzige Wort, dass wir bisher beherrschen „Shalom“, welches gerade einmal für eine freundliche Begrüßung am Frühstückstisch reicht.

TUI Hoteltipp: Leonardo Hotel Jerusalem

Leonardo Hotel JerusalemDas 4 Sterne Leonardo Hotel in Jerusalem liegt direkt im Zentrum der Stadt, nur 5 Minuten von der Altstadt entfernt. Von hier aus lässt sich das schöne Jerusalem ideal besichtigen!

Mehr Infos zum Hotel
weitere Hotelangebote in Jerusalem

Wir möchten uns neue Kleidung kaufen, da wir nicht wissen, wie lange wir auf unsere Koffer warten müssen. Leichter gesagt als getan. Heute ist Sabbat und das heißt: geschlossen! Ärgerlich, aber das können wir natürlich nicht ändern und verbringen den schönen Tag in der Altstadt von Jerusalem.

Mazen statt Brot – das Pessachfest trifft auch die Touristen

Natürlich ist es möglich auf den Märkten in der Altstadt viel frisches Obst zu kaufen. Im arabischen Viertel decken wir uns daher mit Erdbeeren ein. Hier haben auch einige Stände geöffnet, wo es Gewänder und andere Kleidung zu kaufen gibt. Aber das ist nicht das, was wir uns so vorgestellt haben. Unsere Koffer werden ja sicher bald ankommen. Das Mittagessen halten wir schmal und so kaufen wir uns zu dem Obst noch ein paar frisch gebackene Fladenbrote und gehen Richtung Hotel.

In der Rezeption angekommen sieht uns der Rezeptionist und kommt auf uns zu. In habe die Hoffnung, dass er uns mitteilt, dass unsere Koffer endlich angekommen sind. Stattdessen bittet er uns das Haus zu verlassen. Warum denn das? Der Herr erklärt uns, dass das gesamte Haus für das Pessachfest gereinigt wurde und keine gesäuerten Lebensmittel (wie Brot) gestattet sind. Wir sind leicht entsetzt. Obwohl das Brot in einer Plastiktüte in meiner Handtasche liegt, ist es nicht erlaubt es mit hineinzunehmen. Wir sind zum Glück schon satt und verschenken es an einen kleinen Jungen, der vor dem Hotel spielt. Auch am Frühstückstisch am Morgen befindet sich natürlich kein Brot. Dafür gibt es Mazen – eine Art Knäckebrot in Übergroße ohne jeglichen Geschmack. Zur Esspappe gibt es Schafkäse und Humus. Diese Kombination am frühen Morgen ist leider nichts für mich. Aber für den kleinen Hunger reicht es dann doch, bevor wir uns nochmal in die Altstadt von Jerusalem aufmachen.

Mazen zum Frühstück

Mazen zum Frühstück

Der Felsendom – die berühmteste goldene Kuppel

Bevor wir unsere Reisegruppe treffen, machen wir noch einen kurzen Abstecher auf eigene Faust in die Altstadt von Jerusalem. Wir haben uns gestern erkundigt, dass wir den Bereich des Felsendoms besuchen dürften, wenn wir uns rechtzeitig dort einfinden. Also geht es direkt nach dem Frühstück los. Nach einer aufwändigen Sicherheitskontrolle befinden wir uns als eine der ersten Touristen in diesem Gebiet. Der Felsendom ist sehr imposant und eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Besonders die goldene Kuppel sticht aus jedem Stadtbild heraus. Der Dom an sich ist nicht für Touristen geöffnet, was völlig in Ordnung ist. Immerhin ist dies ein Heiligtum der Muslime, welches respektiert werden sollte.

Der beeindruckende Felsendom

Der beeindruckende Felsendom

Nach unserem Besuch am Felsendom müssen wir uns beeilen, um die Reisegruppe pünktlich zu treffen. Auf dem Weg zurück zum Hotel sehen wir überall jüdische Familien, die das Pessachfest feiern. Alle sind in schicker Kleidung unterwegs und tanzen zu traditioneller Musik. Es ist beeindruckend, wie hier die Traditionen gelebt und zelebriert werden. Endlich sind wir da. Wir lernen unsere Reisegruppe und den Reiseleiter kennen. Jetzt können wir Jerusalem nochmal anders entdecken :)

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  1. Montag, 20. Juni 2016 um 14:18 Uhr Elisabeth sagt: Antworten
    Leider ein wenig dünn der Reisebericht, schade aber bei so einem Thema hätte man sicher mehr schreiben können. Dass der Dom nicht für Touristen geöffnet ist wird man eben zur Kenntnis nehmen aberin Ordnung finde ich das aber sicher nicht. Heiligtümer anderer Religionen sind ja auch zu besichtigen. Es mutet also eher abstossend an
  2. Dienstag, 05. Juli 2016 um 16:39 Uhr Carina sagt: Antworten
    Hallo Elisabeth, dass Themen Religionen und Feiertage sind in Israel so umfassend, dass ich sicherlich Bücher darüber schreiben könnte :). Der Bericht soll nur einen kleinen Einblick geben, worauf man bei einem Besuch in diesem wunderbaren Land achten sollteund welche Einschränkungen es geben kann. Der Felsendom ist teilweise für Touristen geöffnet. Nur nicht freitags, als wir da waren. Dies kam im Artikel nicht klar raus, danke für die Nachfrage ;). Man sollte sich aber trotz allem immer sehr früh dort einfinden und mit Leibesvisitationen und strengster Bewachung rechnen. Liebe Grüße Carina

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