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Ratgeber

Reisen auf Reisen – Mein A bis Z auf dem Weg von A nach B in Südostasien

16.08.2017
TUI Bloggerin Meli
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Es war einmal eine Studentin, die nicht viel Geld, doch umso mehr Fernweh hatte. Ohne jegliche Erfahrungen was das Reisen in fremden Kulturen und erst recht außerhalb Europas angeht, war sie fest entschlossen ein exotisches Land zu erkunden. Ihr Vorteil: Sie hatte Zeit und wollte diese auch nutzen. Eine Pauschalreise wäre toll gewesen, will man aber verschiedene Ecken eines Landes sehen und wenigstens vier Wochen reisen, liegt diese Option im finanziellen Bereich des Unmöglichen. Zumindest für die Studentin. Es musste also einiges selbst organisiert werden und allein aus diesem Aufwand resultierten wertvolle Erfahrungen.

Meine Tipps für das Reisen mit verschiedenen Verkehrsmitteln in Südostasien

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Thailand ist ein Ort mit vielen Facetten. Egal ob ihr euch für Party, Ruhe & Entspannung, Kultur oder Food interessiert – Thailand bietet alles!

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Klar, ihr könnt es euch denken – die Studentin ist dieselbe Person, die hier schreibt. ;-P

Vor einigen Jahren suchten meine Begleitung und ich uns das absolut perfekte Ziel für günstige und zugleich paradiesische Individualreisen heraus. Südostasien ist nicht nur unkompliziert, günstig und traumhaft tropisch. Thailand gilt als eines der sichersten Reiseländer, es bietet für jeden Geschmack und jedes Budget das passende Stück Himmel auf Erden, die Thais sind einfach so freundlich und die Infrastruktur ist bestens ausgebaut.

Mittlerweile waren wir dreimal in Thailand und auch in Malaysia und Kambodscha. Ich habe mich in alle möglichen Aspekte dieser Kulturen verliebt und viel darüber gelernt, wie die Uhren dort ticken. Egal wo wir hinreisten, wir konnten uns darauf verlassen, dass es einen Weg für unsere Ziele gab. Natürlich habe ich aber auch viel recherchiert und probiert, was zu den Erkenntnissen und Geschichten führte, die ich gern mit euch teilen möchte.

Thailand

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Ob Stadt, Land oder Wasser, man sollte einfach nie zu knapp takten um von A nach B zu reisen, denn es kann immer eine Verzögerung geben und außerdem hat man ja Urlaub und muss sich nicht unnötig stressen. Das bringt mich auch zu meinen ersten beiden Tipps:

  1. 1. Für einen Ortswechsel innerhalb eines Landes solltest du immer einen ganzen Reisetag einplanen.

Das klingt für einige nach viel wertvoller Zeit, die dabei vergeudet wird. Solltest du aber dennoch früher am Ziel ankommen und Zeit haben, dann nutzt du diese einfach schon mal, um dich neu zu orientieren. In der Regel bleibt ja auch mindestens Zeit für ein nettes Abendessen. Zudem teile ich die Einstellung, dass der Weg das Ziel ist – besonders auf einer Rundreise durch ein fremdes Land. Viele Verkehrsmittel ermöglichen dir weitere Seiten eines Landes quasi im Vorbeifahren zu erleben und einen ganz anderen Zugang zur Kultur des Landes zu bekommen.

Speed Boot Trip

Speed Boote sind die schnellere Alternative für kurze Strecken

2. Versuche möglichst nicht mehr als einmal umsteigen zu müssen, denn du solltest einfach nicht auf deine heimatlichen Tugenden beim Erreichen von Anschlüssen bauen.

Diese Erkenntnis zu erlangen, bedeutete für uns einige etwas abenteuerliche Erfahrungen zu machen. Es war aber toll zu sehen, wie dann die Kommunikation zwischen den Menschen, auf die wir trafen, funktionierte. Wir lernten andere Reisende verschiedener Nationen aufgrund gemeinsamer Wege und gemeinsamer „Problemchen“ kennen und auch ihre Art mit den Dingen umzugehen. Letztendlich kamen wir immer innerhalb von 24 Stunden am Ziel an. Eine kommunikative, entspannte und offene Haltung hat uns bisher immer gut getan, aber nicht immer verbrachten wir die Nacht wie ursprünglich geplant, was Energie und Zeit rauben kann.

Ein kleiner Erfahrungsbericht: Von Ko Chang ⇒ Trat nach Koh Kong (Grenze) ⇒ Sihanoukville ⇒ Koh Rong (Kambodscha)

Zugegeben, es liest sich schon sportlich, aber eigentlich wollten wir doch nur von einer Insel zur anderen. Das Problem war nur, dass der Grenzübergang ausschließlich an Land möglich war. Ich konnte meine Ideen für mögliche Verbindungen hin und her rechnen, es klang einfach immer nach einer nicht an einem Tag zu schaffenden Route. Wir mussten nämlich zwingend das letzte Boot auf die Insel Koh Rong um 16 Uhr bekommen. Das bedeutete: Ko Chang-Fähre, Transporter nach Trat, Mini Bus zur Grenze und nochmal Mini Bus nach Sihanoukville – und das in 9 Stunden.

Ich wollte möglichst keine wertvolle Nacht auf dem Festland vor Koh Rong extra einplanen, also suchten wir noch einmal den Rat von einem der zahlreichen Touranbieter in Thailand. Unsere Frage nach Möglichkeit und Kosten für diese Route beantwortete man mit: „Wir garantieren Ihnen noch am selben Tag auf Koh Rong anzukommen und das kostet Sie 65€ pro Person inklusive Speed Boat Tickets.“ „Wirklich garantiert?“ „Ja garantiert!“

Naja, ich mache es kurz: Wir schafften es nicht und kamen so zu unserer unfreiwilligen Nacht in Sihanoukville, einer größeren kambodschanischen Party Stadt vor Koh Rong. Schon die erste Autofähre aufs Festland verpassten wir wegen der mehrfachen Stopps, um alle Passagiere auf der Insel einzuladen. Das Umsteigen in Trang verspätete sich dadurch und auch an der Grenze kamen wir zu spät an. Die Passkontrollen dauerten etwas und wir verpassten den entscheidenden Bus nach Sihanoukville, denn der nächste kam erst zwei Stunden später. Am Ende saßen wir aber sprichwörtlich im selben Boot mit einem deutschen Paar und zwei Kambodscha erfahrenen Schwedinnen. Ihre Tipps während der Wartezeiten führten uns in Kambodscha später noch in die Stadt Kampot, was eine tolle Empfehlung war. Sihanoukville hatte glücklicherweise auch bei unserer Ankunft am Abend noch Zimmer für uns frei, sodass wir ganz früh dann endlich unser Boot nach Koh Rong nehmen konnten. Dafür noch ein Tipp: Setzt euch nicht auf die hintersten Plätze. Ich bekam dort üppige Salzwasserduschen ab, da wir ziemlich Wellengang während der 40-minütigen Fahrt hatten.

 

Auch wenn es in diesem Fall nicht klappte:

3. Tour Operator in den Orten für komplette Routen zu nutzen, ist einfacher und der Preisvergleich zur Online Recherche zeigt auch, dass sich die selbstständige Organisation kaum lohnt.

Zudem sind die Tour Operator über das gesamte Land hervorragend vernetzt und finden, mit ihren Handys stets am Ohr, viele Lösungen für viele Probleme.

Wir nutzen ja gern die ausführlicheren Reiseführer, denn dank der detaillierten Informationen, Hintergrundwissen und tollen Tipps darin, fällt die Orientierung sehr leicht. Auch Fakten zu Busverbindungen, Anbietern, Zeiten und Preisen sind zu finden. ABER:

4. Nicht immer auf Reiseführer verlassen: Sprecht zusätzlich die Leute vor Ort zu aktuellen Routen und Preisen an, sie werden euch freundlich Auskunft geben.

Warum die Umstände? Insbesondere bei den umfangreicheren Werken – ich bin nach wie vor ein Fan von Stefan Looses Führern – können selbst bei der aktuellsten Ausgabe nicht alle Informationen neu recherchiert und überprüft werden. Es sind eben auch gedruckte Medien, die jährlich erscheinen. Darum ist es durchaus ratsam einen Tag vor der Weiterreise schon mal am Bahnhof, der Fährstation oder dem Busterminal die Verbindung zu erfragen und ggf. auch Tickets zu kaufen, denn Plätze können auch mal ausverkauft sein.

Ein kleiner Erfahrungsbericht: Von Kuala Tahan ⇒ Kuala Tembeling ⇒ Jerantut ⇒ Tanah Rata (Cameron Highlands) ⇒ Georgetown (Insel Penang)

Die beiden letzten Erkenntnisse haben wir besonders in Malaysia auf unserem Weg vom zentralgelegenen Tamanegara Nationalpark nach Penang erlangt. Die Insel liegt ganz im Westen und die Überfahrt an einem Tag ist nur möglich, wenn die Verbindung halbwegs direkt verläuft. Es ging für uns aus dem Dschungel via Flussfahrt zu einer Bus Station, die laut meiner Infos aus dem, leider schon älteren, Reiseführer eine direkte Verbindung bereithalten sollte.

Während andere Reisende ihre Verbindungen bereits bei einem kleinen Tour Anbieter noch im Nationalpark durchbuchten, war unser Plan zu sparen indem wir Tickets erst an der Bus Station direkt kauften. Zuerst fanden wir heraus, dass unsere Verbindung seit einiger Zeit eingestellt wurde und wir nur noch über einen Umweg in die Cameron Highlands an die Westküste kommen. Außerdem gäbe es dort hin keine Plätze mehr und man könne überhaupt auch erst in den Highlands sehen, ob ein Anschluss weiter nach Penang möglich wäre. Die Geschichte ging dank der Bemühungen verschiedener Mitarbeiter, ja sogar verschiedener Tour Anbieter, gut aus und wir erreichten nach abenteuerlichen Busfahrten durch die kurvigen Steigungen der Teeplantagen mitten in der Nacht noch unser Guesthouse auf der Insel.

Hätten wir uns einen Tag zuvor und bei den Anbietern vor Ort über die Verbindungen informiert, hätten wir uns wahrscheinlich für eine Reise an die Ostküste auf die traumhaften Inseln entschieden. Diese wäre – entgegen meiner Kenntnisse aus dem Reiseführer – in direkter Verbindung möglich gewesen. Aber diese kleinen Herausforderungen gehören für uns zum Reisen dazu und wir wären so auch nicht mehr nach ► Georgetown (Penang) gekommen, was wirklich wunderbar war. ALSO:

5. Bleibt entspannt und traut euch, denn „Abenteuer“ und Spontanität machen das Reisen auch spannend.

Traut euch, habt keine Angst. Ihr werdet sicher nicht auf der Straße landen und kommt mit freundlichen Menschen in Kontakt. Oft sind es genau diese abenteuerlichen Geschichten, die ihr nicht mehr vergesst.

Mit den „Öffis“ vor Ort unterwegs

6. Macht‘s wie die Einheimischen: Günstig reisen zu können, ist für die meisten Einheimischen existenziell.

Mal ehrlich: Wie viele Einheimische seht ihr in einem Tuk Tuk herumfahren?

In ► Bangkok werden Wassertaxis auf den Klongs, Motorrad-Taxis, die Chao Praya Fähren und die Local Class Busse genutzt, denn diese kosten nur wenige Baht und fahren einen beinahe durch die ganze Stadt. Wir besorgten uns einen Busplan in einem Buchladen und sind die meiste Zeit zu zweit für ca. 18 Cent gereist – und das soweit wie wir wollten. Zudem lassen sich so viele Ecken erkunden, die eine klimatisierte Sky Train nicht erreicht. ABER:

7. Reist bloß nicht in der Rush Hour und auf den großen Zubringern wie zum Beispiel der Sukhumvit Road. Zu viel Smog, zu viel Hitze und zu viel Stau!

Gleiches trifft auf Tuk Tuks zu. Es ist natürlich eine witzige Erfahrung mit den bunten Gefährten durch die Stadt zu heizen, aber selbst Taxis sind günstiger, sollte man doch einmal nachts quer durch die Millionen-Stadt zurück ins Hotel wollen. Hier ist es wichtig auf das Taxameter zu achten, ohne kann es teuer werden.

TUI BLOGTIPPS MALAYSIA, THAILAND & KAMBODSCHA

Mit dem Roller auf der Insel Langkawi

Ursprüngliches Malaysia im Taman Negara: Das Dschungel-Erlebnis für Einsteiger

Kambodscha: Land der großen Überraschungen

Selber fahren auf dem Land: Mit dem Roller unterwegs durch Südostasien

Nun sind die Öffi-Netze in Bangkok natürlich auch bestens ausgebaut, was in den meisten ländlichen Regionen nicht der Fall ist. Hier sind Mietroller eine tolle Alternative, denn der Verkehr ist ruhiger und die Roller mit ca. 6 Euro am Tag echt günstig. Eigentlich gibt es auch nichts besseres, als den Fahrtwind entlang der Küste einer kleinen Insel zu spüren und einfach spontan an dem Strand oder Wasserfall anzuhalten, der einem die schönste Auszeit verspricht.

Bitte beachtet aber: In vielen Ländern herrscht Linksverkehr! Es ist nicht immer einfach umzudenken, vor allem im Affekt, und ihr habt idealer Weise schon Erfahrungen gesammelt, wenigstens mit dem Fahrrad. Außerdem: Nie ohne Helm! In vielen Orten ist es Pflicht und auf den Verkehrsschildern deutlich zu sehen, aber viele Touristen tragen dennoch keine Helme. Ich kann euch nur sagen, dass die Straßen mit ihren Spitzkurven nicht immer ideal zu befahren sind. Wir haben es möglichst vermieden bei Nacht zu fahren, doch auch bei Tag solltet ihr immer fit genug sein, um mit Überraschungen im Verkehr, wie bspw. Affen auf der Straße, umgehen zu können. Achtet beim Mieten außerdem auf ein einwandfreies Gerät und macht bei einer kurzen Probefahrt ein paar Tests mit den Bremsen und dem Reifendruck. Ansonsten lieber Roller tauschen!

Eine individuell gestaltete Reise durch ein Land ist für uns immer die schönste und intensivste Art die Welt zu entdecken und wir nehmen uns auch sehr gern Mietwagen. Dennoch habe ich schon von vielen wirklich begeisterten Berichten zu Veranstalter geführten Rundreisen gehört. Ihr könnt euch auf kompetente Insider verlassen und genießt die Zeit noch fokussierter auf das Wesentliche: Euren Urlaub!

Organisierte Rundreise oder individuell zusammenstellen?

Organisierte Rundreisen durch Thailand auf TUI.com

Mit unserer Warenkorbsfunktion eigene Rundreise zusammenstellen und beliebig viele Hotels kombinieren

  1. Donnerstag, 17. August 2017 um 13:59 Uhr Die Begleitung sagt: Antworten
    Hallo, hier die Begleitung. Den Tipp "Dafür noch ein Tipp: Setzt euch nicht auf die hintersten Plätze. Ich bekam dort üppige Salzwasserduschen ab, da wir ziemlich Wellengang während der 40-minütigen Fahrt hatten." kann ich nicht bestätigen. Ich empfehle sogar die hinteren Plätze! Hintergrund: Eine Duche kann so erfrischend sein, man hat eine bessere Sicht (dadurch ist der Ruhepunkt am Horizont leichter zu finden bzw. kann gehalten werden) und bekommt frische Luft ab. Andere Touristen kannten den Ruhepunkt nicht und entsprechende Übelkeit brach aus. Was dann passiert ist, kann man sich denken...und man sehnt sich dann nach frischer Luft und einer freien Sicht in andere Richtungen.
    • Donnerstag, 17. August 2017 um 16:10 Uhr TUI Bloggerin Meli sagt: Antworten
      Oh, danke für deine Ergänzung. Das stimmt natürlich, so eine wilde Fahrt verträgt auch nicht jeder Magen und dann kann die Erfrischung in der letzten Reihe auch gut tun ;-) Wir waren auf diesem Boot bereits zum Ende der Hauptsaison und die Wellen waren schon etwas größer. Also solltet ihr hier etwas empfindlicher sein und das Wetter zudem unruhiger, dann kommt vielleicht doch das meist größere und ruhiger fahrende Slow Boat in Frage. Ganz ohne den Wasserweg jedenfalls kommt man ja leider nicht auf die Inseln. Liebe Grüße, Meli

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