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Aktiv

No Risk, no fun: Die Area 47 in Österreich – Wasseraction im Outdoor-Paradies

06.09.2017

Schwindelerregend hohe Wasserrutschen, Spaziergänge auf dem Skywalk, Schaukeln in der Mega Swing, eine menschliche Wasserkanone, Klettern an überhängenden Boulderfelsen im Wasser, Wasserschanzen und noch viel mehr. Die Area 47 im Ötztal gilt als sportlichster Wasserpark der Welt und wartet mit spektakulären und ungewöhnlichen Attraktionen auf, die unsere Reisebloggerin Anja Knorr so noch nie gesehen hat. Höchste Zeit, sie auszutesten!

Ängstlich kauerte ich auf einem überdimensionalen stuhlartigen Metallkoloss und wartete darauf, dass mich hinter meinem Rücken eine Tonne Wasser aus dem Sitz herauskatapultieren würde.

Ich fragte mich, ob es sehr peinlich wäre, einfach wieder aufzustehen und zu gehen. Ich saß auf der sogenannten Cannonball, einer patentierten Wasserkanone. Mir wurde gesagt, es sei die Attraktion in der Area 47, und ich könne nicht im Park gewesen sein, ohne dieses Highlight auszuprobieren. Ich nahm also in der Sitzschale Platz, lehnt mich an der Rückenpartie an und löste per Knopfdruck einen Mechanismus aus, der mich meterweise durch die Luft katapultieren sollte. In einem Rohr hinter meinem Rücken wurde nämlich rund eine Tonne Wasser aufgestaut, das explosionsartig herausgepresst wurde.

Das waren ja tolle Aussichten, dachte ich nervös, und unter meine Vorfreude mischte sich Angst vor dem Unbekannten. Ein Luftdruckmesser, dessen Nadel sich langsam und bedrohlich im Uhrzeigersinn bewegte, signalisierte, wieviel Druck auf dem Rohr war. Bei etwa eineinhalb Bar fing eine Ampel an grün zu blinken. Laut Sicherheitshinweis sollte ich mich nun anlehnen, meine Beine und Arme überkreuzen und zwei Knöpfe links und rechts betätigen. Ein schriller Alarm ertönte und schon rissen mich die Wassermassen mit. In einer riesigen Wasserwolke wurde ich mehrere Meter nach vorn geschleudert und landete mit einem fetten Bauchklatscher im Becken. Das Ganze dauerte nicht länger als ein Bruchteil einer Sekunde, und ehrlich gesagt habe ich nicht viel vom Flug mitbekommen.

Als menschliche Kanonenkugel durch die Luft katapultiert zu werden, ist ein Traum für alle großen und kleinen Adrenalin-Junkies. Ich fand es lustig, aber der Wasserdruck ist schon enorm, und mein ganzer Körper versuchte dagegen zu halten.

Außergewöhnliches Konzept

Anja in der Area 47

TUI HOTELTIPP: Aktiv- und Panoramahotel Daniel

Aktiv- und Panoramahotel Daniel
Nur 9 Kilometer vom Wasserpark Area 47 entfernt, liegt das schicke 4-Sterne Aktiv- und Panoramahotel Daniel mit bestem Panoramablick auf die umliegende Berglandschaft. Bei nur 30 Zimmern, die das Hotel bietet, fühlt ihr euch hier schnell heimelig. Die Skigebiete Hochoetz und Sölden sind in der Nähe. Nach einem aktiven Tag auf dem Wasser oder im Schnee könnt ihr euch in einer der Saunen oder bei einer Massage entspannen!

Weitere Infos zum Hotel

Eins ist sofort klar: Niemand besucht die Area 47, um traditionelle Erholung bei einer beschaulichen Wanderung durch die Alpen zu suchen. Wer hier herkommt, sucht den Adrenalin-Kick. Im Ötztal lautet das Motto „Klotzen und nicht kleckern!“ Nahe Sautens haben die findigen Österreicher auf einer Fläche von 6,5 Hektar Natur und Hightech zu einem außergewöhnlichen Freizeiterlebnis für Groß und Klein vereint. Weltweit gilt der Park als einziger seiner Art – auf einer Fläche von 66.000 Quadratmetern bietet er die größtmögliche Abwechslung durch 35 abgefahrene Attraktionen. Vom Cannonball übers Blobben, Wakebaoarding, River Rafting und Canyoning bis hin zum Spazierengehen auf dem „Skywalk“ und Schaukeln in der „Mega Swing“ ist alles dabei, was sich Outdoor-Enthusiasten wünschen können – und das bei jedem Wetter! Der Park ist zwischen April und Oktober geöffnet und hat schon so manchen Wanderbegeisterten fasziniert, der an verregneten Tagen den Weg in den Park gefunden hat.

Sicherheit geht vor

Auffällig ist im gesamten Park, dass kaum Sicherheitspersonal zu sehen ist. Bei den gefährlichen Freestyle-Aktionen wunderte mich das schon. Area 47 Geschäftsführer Christian Schnöller erklärt dazu, dass auf den Sicherheitsaspekt viel Wert gelegt wird, dieser aber dezent umgesetzt wird. Laut Schnöller wollen sie „nicht hundert Mann dort stehen haben, die mit erhobenen Zeigefinger den Gast verschrecken.“ Vielmehr steht das Sicherheitspersonal an strategisch ausgesuchten Punkten, wie zum Beispiel beim Blobben, bei dem man Einweisungen braucht. Denn in Österreich gilt das Sportstättengesetz für den Rutschenpark, bei dem es ausreicht, auf Schildern auf die Gefahr und die richtige Ausführung hinzuweisen.

Allerdings sind die meisten Freizeitanlagen erst ab 13 Jahren und aufwärts freigegeben und deswegen Kindern nur bedingt zu empfehlen.

Der Rutschenturm

Area 47Der Rutschenturm mit fünf Rutschen ist 27 Meter hoch und perfekt zum Aufwärmen. Gemächlich fuhr ich die Rutschen hinunter und es dauerte rund 30 Sekunden bis ich ins Becken eingetaucht bin. Ich erfuhr, dass die steilste Rutsche Europas für Frauen tabu ist, da man durch einen fast senkrechten Neigungswinkel Geschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometer erreicht und Frauen aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten Verletzungen davon tragen könnten. Ich war ziemlich froh, dass ich diese Mutprobe auslassen konnte.

Unterhalb des Turms steht eine Deep-Water-Soloing Kletterwand, an der sich versierte Kletterer auf einer stark überhängenden Wand in die Lüfte hangeln können, was schlimmstenfalls mit einem Sturz ins Wasser endet.

Slip n Slide

Area 47Profis düsen diese Sprungschanze mit Snowboards und MotoX Bikes hinunter. Ich machte mir schon die Hosen voll in einem acht Millimeter dicken Neopren und Schutzweste. Am Fuße der Rampe unterschrieb ich eine Erklärung, die die Area 47 von allen Verpflichtungen meiner Gesundheit gegenüber abtrat und lief über eine 17 Meter hohe Treppe hinauf zu einer Wasserrampe. Ich erfuhr, dass es die erste ihrer Art im deutschsprachigen Raum ist, und war angesichts der Höhe überwältigt. Lange stand ich oben an der Schanze und blockierte den Weg für andere.

Als ich mich schließlich den langen Weg hinab traute, flogen meine Arme und Beine in alle Richtungen und verzweifelt versuchte ich mich an den Seiten festzuhalten. Ich war überrascht, wie sanft ich abschließend aus der Rampe hinausflog und mit Geschrei und wild fuchtelnden Armen ins Wasser flog.

Der Blob

Area 47Den Blob kannte ich schon von einem Festival an der Ostsee, und hatte mega viel Spaß gemacht. Der Blob funktioniert wie ein Katapult, um so auf außergewöhnliche Weise im Wasser zu landen. Von einem fünf Meter hohen Turm musste ich auf ein Luftkissen springen, das empfindlich hart zu sein schien. Dabei ist es wichtig, die Beine vom Körper weg zu strecken, und auf dem Rücken zu landen. Dann krabbelte ich an das andere Ende des Kissens, und bewegte mich wie ein fetter Käfer. Immer wieder rutschte an den Seiten ab und landete fast im Wasser. Vom Turm aus rief mir das Sicherheitspersonal ein „Bist du bereit?“ entgegen, und schon sprang die nächste Person auf das Luftkissen. Ich begriff erst in der Luft, dass ich flog und mit einem gellenden Schrei raste ich auf die Wasseroberfläche zu. Schon in der nächsten Sekunde befand ich mich in der Luft und raste im freien Fall auf die Wasseroberfläche zu.

Der Thrill liegt beim Blobben in dem Nicht-Beeinflussen-Können, was als nächstes kommt. Je kräftiger die springende Person ist, desto weiter und höher fliegst du in die Luft und machst unbewusst die unglaublichsten Verrenkungen. Spaßfaktor garantiert!

Wake Area

Area 47
Auf der Wake Area kannst du Wakeboarden lernen oder als Profi dich an coole Jumps wagen. Vor den dramatischen Gipfeln der Ötztaler Alpen fahre ich stundenlang meine Runden und kann nicht glauben, wie glasklar der Bergsee ist.

Outdoor Area

Darüber hinaus gibt es eine Outdoor Area, die das Beste was die Outdoor-Welt zu bieten hat, an einer Location vereint. Im Hochseilgarten klettern Wagemutige in 27 Metern Höhe unter einer Brücke vor der eindrucksvollen Kulisse des Ötztals mit seinen Dreitausender Gipfeln. Mutige schwingen an einer „Mega Swing“-Schaukel, die zwischen 30 Meter hohen Brückenpfeilern schwingt, oder betrachten vom über 350 Meter langen „Flying Fox“ aus die AREA 47 aus der Vogelperspektive. Richtig nass wird es dann beim Rafting auf der Ötztaler Ache oder beim Canyoning in den wildromantischen Schluchten der Tiroler Bergwelt.

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Der Preis

24 Euro Tageskarte für Erwachsene. Wenn man bedenkt, dass man den ganzen Tag wie ein kleines Kind herumtollen und alle Attraktionen abfahren kann, ist der Preis durchaus angemessen. Für bestimmte Attraktionen wie Wakeboarding und Co müsst ihr allerdings extra in die Tasche greifen.

Mein Fazit

Der krasseste Wasserpark, in dem ich je war. Ich musste an meine Grenzen gehen, und fühlte mich wie ein großes Kind auf dem coolsten Spielpatz der Welt. Übrigens kommen Adrenalin-Junkies im Outdoor Park genauso auf ihre Kosten wie Familien und das bei jedem Wetter. Ideal für den Sommerurlaub im Ötztal zwischen April und Oktober.


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