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Natur pur in Dalyan: Wie ich in der türkischen Sonne Josie kennen lernte

24.09.2014

In ihrem Urlaub an der Türkischen Ägäis lag Carina nicht nur entspannt am Strand herum. Nach dem Canyoning-Abenteuer der letzten Woche berichtet sie nun von einem Naturausflug nach Dalyan. Ein Ausflug der ganz besonderen Art.

Dalyan – eine Perle der Natur

Dalyan hat keinen direkten Meerzugang und keinen Massentourismus. Hier werden aber verschiedene Ausflüge angeboten. Aber was macht diesen Ort für die Touristen attraktiv? Statt eines direkten Strandzuganges hat Dalyan etwas ganz besonderes…einen Fluss. Der sogenannte Dalyan-Fluss ist nicht nur ein direkter Wasserweg zu den Lagunen und den Schlammbädern, sondern führt obendrein an den Felsengräbern der antiken Stadt Kaunos vorbei zu dem – unter Naturschutz stehenden – Strand Iztuzu, der Brutstätte der „Unechten Karettschildkröte“.

Störche, Schlammschlacht und Faulenzen

Morgens nach dem Frühstück wurden wir im Viverde Hotel Loryma abgeholt und nach Marmaris gebracht, wo schon ein großer Reisebus auf uns wartete. In diesen stiegen wir um und starteten mit ca. 20 Gästen Richtung Dalyan. Wie es auf einer längeren Busfahrt üblich ist, wurde natürlich auch eine kleine Pause eingelegt. Jedoch nicht auf irgendeinem Rasthof, sondern dieser wurde neben eine Storchenauffangstation gebaut. Hier versammelten sich alle Störche, die klug genug waren, einen sicheren und geschützten Unterschlupf zu suchen. Hier konnten wir die Tiere aus nächster Nähe beobachten und (wer wollte) Souvenirs und Getränke kaufen – ich empfehle an dieser Stelle den frisch gepressten Granatapfelsaft. Sehr gesund, günstig und suuuuuper lecker.

Aus kürzester Entfernung zu beobachten

Aus kürzester Entfernung zu beobachten

Endlich angekommen in Dalyan starteten wir mit einer Bootstour zu den Lagunen. Wenn man schon den einen oder anderen Bootsausflug gemacht hat, weiß man, dass es genau einen perfekten Platz an Bord gibt. Der ist ganz vorne! Sonne satt, beste Sicht und eine angemessene Liegefläche zum Ausstrecken. Der ein oder andere Mitreisende bereute schnell, sich auf die – zwar gepolsterter – aber unbequemer aussehende – Sitzbank gesetzt zu haben. Um die Fahrt zu krönen, gönnten wir uns noch ein eisgekühltes Efes – süffiges, türkisches Pils – und beobachteten die Tier und Pflanzenwelt inmitten dieser ruhigen Lagunenwelt. Das Boot schipperte zu unserer ersten Anlegestelle.

Die Schlamm- und Schwefelbäder von Dalyan

Die Sultaniye-Therme ist ein beliebtes Ausflugsziel für viele Touristen. Demnach voll war es auch an dieser Station. Wir hatten ungefähr eine Stunde Zeit, uns im Schlamm zu suhlen, diesen in der Sonne trocknen zu lassen und anschließend wieder abzuwaschen. Man glaubt es kaum, aber die Haut fühlte sich nach dieser Schlammpackung um einiges weicher und zarter an. Anschließend haben wir ein warmes Schwefelbad genommen, welches zwar etwas unangenehm riecht, der Haut aber viele Mineralien gibt und weich macht. Danach ging es wieder kurz zum Trocknen in die Sonne und wir fuhren mit dem Boot zu unserem Mittagsrestaurant auf die andere Seite des Flusses.

Hundebabys knuddeln erwünscht

Kaum waren wir wieder an Land sprang mir – als Tierliebhaberin – gleich die kleinen Hundewelpen ins Auge, die das Restaurant als Heimat bevölkerten. Natürlich hattee ich den Satz der lieben Mutti im Kopf: „Fass die Tiere nicht an, wer weiß, was die für Krankheiten haben“. Aber weit und breit war Mutti nicht zu sehen und so schnappte ich mir den ersten Labradorwelpen, der mir in die Finger kam, und knuddelte das flauschige Wesen. Sofort kamen immer mehr Welpen zu uns. Wer kann da auch schon widerstehen? Nach ein paar Minuten wurde mir bewusst, dass alle anderen Mitreisenden bereits Platz am Tisch genommen hatten und mit dem Essen starten wollten. Kurz die Hände mit Wasser abgespült, nahm ich auch am Tisch Platz und wir bekamen eine sehr leckere Auswahl der türkischen Küche serviert.

Ist es nicht süß...?

Zu niedlich :)

Vor über 2500 Jahren in den Stein geschlagen – die Felsengräber von Dalyan

Wir stiegen wieder in die Boote und fuhren den schilfbewachsenen Fluss hinab. Nach ein paar Minuten Fahren erhöhte sich die Anzahl der herum treibenden Boote erheblich.

Grund war eines der berühmtesten Bauwerke der Region – die lykischen Felsengräber von Dalyan. Man muss diese beeindruckenden Tempel gesehen haben, wenn man in dieser Region Urlaub macht. Sie wurden vor über 2500 Jahren, natürlich ohne moderne Hilfsmittel, in die senkrechte Felswand mit bloßer Manneskraft gemeißelt.

Dass dabei alle Arbeiter lebend weg gekommen sind, mag ich bezweifeln. Die Gräber wurden für Könige an den Fels geklebt und wachen wie griechische Tempel über der Stadt Dalyan.

Die lykischen Felsengräber von Dalyan... sehr beeindruckend!

Die lykischen Felsengräber von Dalyan sind über 2500 Jahre alt.

Bestimmt 30 Minuten nahm unser Guide sich Zeit, die Geschichte dieser Bauwerke zu erzählen und Fragen zu beantworten. Dann fuhren wir weiter.

Die türkische Sonne wärmte uns von außen, das kühle Efes kühlte von innen. Der leichte Fahrtwind im Gesicht machte die Fahrt auf dem Wasser perfekt. Wir fuhren an kleineren Inseln vorbei, bis wir die Reihen strohbedeckter Sonnenschirme auftauchen sahen. Endlich waren wir am berühmten Iztuzu Strand angekommen.

Die Unechte Karettschildkröte „Josie“

Stolz zeigt uns der Fischer seinen Krebs

Stolz zeigt uns der Fischer seinen Krebs

Unser Bootsführer legte an einem kleinen Steg an. Ein weiteres Boot war schon angedockt und die Mitfahrer beobachteten einen Fischer. nachdem wir etwas genauer hinsahen, entdeckten wir es auch. Um die Schildkröten anzulocken zog er einen – an einer Schnur befestigten – blauen Krebs durch das Wasser. Damit wir eine nicht übermäßig lange Wartezeit hatten, erklärte ein weiterer Fischer währenddessen den Nahrungskreislauf der Riesenschildkröten Caretta Caretta. Dieser ist zwar sehr interessant, aber durchaus makaber.

Während der Monate Mai und September legen die Caretta Caretta jedes Jahr ihre Eier an diesem wunderschönen Strand ab. Von mehreren hundert Schildkrötenbabys erleben nur wenige Prozent die ersten Wochen ihres Lebens. Die neu geborenen Schildkröten haben nur eine Chance zu überleben: Sie müssen schnellstmöglich das Meer erreichen. Jedoch ist der Weg zum Meer für die Kleinen recht weit. Dabei drohen ihnen auch noch die Gefahr aus der Luft durch die Möwen und es lauern die blauen Krabben am Boden, die sich ziehen die Schildkröten in ihren Bau ziehen.

Mein Hoteltipp: Viverde Hotel Loryma

Viverde Hotel Loryma an der Türkischen ÄgäisIn Turunc an der südtürkischen Ägäis findet ihr das 4-Sterne- Hotel Viverde Hotel Loryma mit einer einzigartigen Lage: Am Hang und idyllisch im Grünen gelegen, genießt ihr einen wundervollen Ausblick auf die Küste. Umgeben von Oliven- und Pinienhainen liegt das Hotel oberhalb der Bucht von Turunc. Geringer Wasser- und Energieverbrauch, Lebensmittel aus eigener Herstellung und noch vieles mehr erwarten Euch im Viverde Hotel Loryma. Mehr Informationen & Buchung

Was die Geschichte so makaber macht… die Schildkröten, die nicht von den Möwen oder Krebsen erwischt wurden haben, wenn sie größer werden, den blauen Krebs ganz oben auf der Nahrungsliste stehen. Demnach kann man es dem blauen Krebsen nicht ganz übel nehmen, wenn sie sich die ein oder andere, wenn auch sehr niedliche, Schildkröte zum Abendessen ziehen.

Nach dem kleinen Exkurs widmeten wir uns auch wieder dem Wasser. Denn ein immer größer werdender Schatten kam auf uns zu, genau an die Stelle, wo der Krebs durchs Wasser gezogen wurde. Es schnellte kurz ein Kopf hoch und biss mit einer unglaublichen Beißkraft ein Stück des Krebses ab.

Da ich ja – wie in dem Artikel vielleicht schon aufgefallen ist – recht begeistert von jeglicher Art von Tieren bin, habe ich mir für dieses imposante Schildkröte einen Namen überlegt und sie wurde (ich gehe einfach davon aus, dass die Schildkröte weiblich war) auf den Namen „Josie“ getauft.

Josie tauchte immer wieder auf und biss beherzt in den blauen Krebs, bis von diesem so gut wie nichts mehr übrig war. Irgendwann tauchte Josie nicht mehr auf…anscheinend war sie satt und wir sahen sie leider nicht mehr.

Eine beeindruckende Vorstellung, wie aus einem Wesen – wenige Zentimeter klein – ein kräftiger Meeresbewohner wird. Wir fuhren weiter zum Iztuzu-Strand, wo wir die letzte Stunde des Ausfluges an dem wunderschönen feinsandigen Sandstrand genossen und uns in die großen Wellen stürzten.

Ein traumhafter Strand :)

Ein traumhafter Strand :)

Zusammengefasst war es, aufgrund der Transferzeit, ein sehr langer und anstrengender Ausflug. Jedoch haben wir von gemütlichem Schippern auf dem Fluss, über Schlammpackungen, Hundebabys, Kultur und Tiere der Region, alles geboten bekommen. Wenn man genügend Zeit einplant, kann ich diesen Ausflug nur weiter empfehlen.

Schlagworte:Viverde

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