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Mit Kind auf der falschen Spur: Mit dem Auto durch Schottland

24.08.2015

Der Sommer in Europa wartet mit einzigartigen Urlaubszielen auf. Klar, Strand geht immer – aber wie wäre es denn mal mit Schottland? David, Eva und der kleine Paul wagten das Abenteuer und einen Abstecher ins Grüne.

Großes Rechts und kleines Links. Unsere Faustregel. Zu Beginn gehe ich diese Regel immer und immer wieder im Kopf durch. Großes Rechts und kleines Links. Für welche Situation diese Regel notwendig ist? Für den Linksverkehr. Nachdem die Zeit, in der wir für ein halbes Jahr in Dublin gelebt haben, schon etwas länger zurückliegt, mussten wir uns erst wieder orientieren, als wir in Glasgow den Fuß in den Linksverkehr setzten, noch ein wenig mehr, als wir dann in Edinburgh den Mietwagen entgegen genommen haben. Großes Rechts und kleines Links: Beim Rechtsabbiegen fährt man den großen Bogen auf die gegenüberliegende Spur, beim Linksabbiegen hingegen ist es der kleine Bogen.

Das Fahren im Linksverkehr geht nach den ersten Kilometern relativ schnell in die Normalität über. Auch die Schaltung mit der linken Hand zu bedienen (und vereinzelten Schlägen gegen die Fahrertür, auf der Suche nach der Gangschaltung auf der rechten – und damit falschen – Seite) wird leichter. Ab diesem Zeitpunkt ist es dann auch möglich, die fantastischen Landschaften in den schottischen Highlands und Inseln wahrzunehmen. Und das mit der einzigartigen Freiheit jederzeit anzuhalten, abzubiegen, Umwege zu fahren und damit die Zeit und die Wege frei einzuteilen. Schottland mit dem Auto zu entdecken, ist nicht nur einfach, sondern auch empfehlenswert. Durch die Freiheiten, die eine Autoreise durch dieses wunderschöne Land bietet, ist es ebenso ein passender Urlaub mit Kindern.

Wir wollen Dich mit auf unsere Tour durch Schottland nehmen.

Mit durch Glasgow, Edinburgh, die Highlands, vorbei an Loch Ness, auf die Isle of Skye sowie über die Einsamkeit auf Ardnamurchan zum Loch Lomond und zurück nach Edinburgh. Auf einer Karte sieht die Route dann wie folgt aus:

Karte Schottland-Tour

Unsere Schottland-Route

Zugegeben, die Route ist für einen Roadtrip mit Kind recht lang (wir sind insgesamt etwa 1.800km gefahren), jedoch ist unser Sohn Paul ein Autofahr-Baby. Würde das anders aussehen, hätten wir vermutlich die Wege und Ziele anders gelegt, längere Aufenthalte eingeplant und dafür einige der Ziele auf einen späteren Schottland-Besuch verschoben.

Glasgow

Glasgow ist eine Stadt mit regem Nacht- und Bar-Leben. Uns erinnerte die Stadt immer und immer wieder an unsere Zeit in Dublin: viele gute Straßenmusiker, rustikale Bars und englisches Wetter. Lohnenswert ist der Besuch der St. Mungo Cathedral mit der nebenliegenden Necropolis. Außerdem gibt es im “The Lighthouse” – neben der Ausstellung zu Charles Rennie Mackintosh (einem der Vorläufer des Modern Arts) – ein schönes Café mit wunderbarer Aussicht über Glasgow (Eintritt kostenfrei). An nur einem Tag in Glasgow können viele der Sehenswürdigkeiten zu Fuß abgelaufen werden, was perfekt mit einem Baby gemacht werden kann. Paul staunte über die Straßenmusiker und hatte seinen angestammten Platz in seinem Buggy.

St. Mungo Cathedral Glasgow

St. Mungo Cathedral Glasgow – Foto von David Gebhardt

Mit dem Zug ging es für uns weiter nach Edinburgh.

TUI Hoteltipp: Edinburgh City Hotel

Edinburgh City HotelDas Hotel befindet sich in einem Gebäude mit viktorianischer Fassade. Die Highlights der Stadt sowie Einkaufsmöglichkeiten und Pubs befinden sich unmittelbarer Umgebung des Hotels. Das Edinburgh Castle, die Princess Street sowie der Grassmarket Bereich sind nur wenige Gehminuten entfernt. ► Mehr Informationen zum Hotel ► Hotels Schottland

Edinburgh

Diese Stadt war eines unserer Highlights auf dieser Reise! Schon bei den ersten Schritten aus dem Bahnhof hinaus begrüßt Edinburgh seine Besucher mit einem fantastischen Blick auf die historische Altstadt. Das darüber auf einem Fels liegende Castle bildet den touristischen Mittelpunkt der Stadt. Von dort aus führt die berühmte Royal Mile die Besucher direkt vom Castle bis zum Regierungssitz Schottlands. Ab hier ging es für uns mit dem Mietwagen durch das Land.

In Edinburgh gibt es ebenfalls hochgelegene Aussichtspunkte, um die Stadt zu betrachten. Dabei drängen sich sowohl Arthur’s Seat als auch der Calton Hill auf. Calton Hill ist leicht zu erreichen und auch schnell und einfach zu erklimmen. Von dort aus bietet sich das Standard-Edinburgh-Postkartenmotiv: vielleicht schon sehr oft fotografiert und betrachtet, dennoch einer der schönsten Plätze der Stadt. Arthur’s Seat hingegen ist eine wirkliche Wanderung.  Mit Baby sind wir nicht bis zum höchsten Punkt, da der Weg gegen Ende steinig und zum Teil sehr steil wird. Jedoch gibt es auch hier schon vor dem Gipfel viele schöne Stellen mit wunderbarem Ausblick.

Edinburgh vom Calton Hill

Edinburgh vom Calton Hill – Foto von David Gebhardt

Die Highlands

Wir machten den nächsten Stop in der Nähe von Pitlochry. Von dort aus haben wir den Cairngorms National Park besucht, das am häufigsten fotografierte Motiv Schottlands – den Queensview – angesteuert und einsame, einspurige Straßen quer durch die Highlands befahren. Natürlich ist das ewige Autofahren für Kleinkinder nicht spannend, jedoch kann dank der Freiheit selbst der Herr über das Fahrzeug zu sein, jederzeit eine Pause eingelegt werden. So sind wir unzählige Male an Wiesen angehalten und haben mit Paul dort gespielt und sind später, wenn er wieder müde wurde, weitergefahren. Das Tempo und den Rhythmus haben wir maßgeblich an unserem Sohn ausgerichtet – das funktionierte dann für ihn, als auch für uns sehr gut.

Queensview

Queensview – Foto von David Gebhardt

Loch Ness

Darauf habe ich mich lange gefreut. Einmal an diesem tiefen (mehr als 230m!) See, um den sich seit Jahrzehnten Mythen ranken, zu stehen. Auch ohne ein Monster von Loch Ness, ist der See – und aus unserer Sicht insbesondere dessen Ostseite – sehr sehenswert. Wer sich weiter in die Mythen rund um das Monster von Loch Ness vergraben möchte, kann dies in Drumnadrochit grenzenlos ausleben. Der Ort gilt als Zentrum des Nessi-Tourismus.

Loch Ness

Loch Ness – Foto von David Gebhardt

Isle of Skye & Raasay

Die Isle of Skye stand auf Grund der fantastischen Landschaften und der atemberaubenden Fotografien, die ich davon gesehen habe, auf unserer Reise-Todo-Liste. Und das alles hat sich vor Ort definitiv bestätigt. Wir haben unsere Bleibe auf der vorgelagerten Insel Raasay gebucht, die durch eine Fähre von Skye erreichbar ist. Von dort aus bietet sich ein grandioser Blick auf die Insel. Außerdem ist Raasay eine gute Ausgangsposition um Portree, den Kilt Rock und auch den Old Man of Storr zu besuchen. Auf Skye wird auch der berühmte Talisker Whiskey hergestellt – der einzige Whiskey, der auf Skye entsteht. Leider kann mit einem kleinen Kind keine Führung in den heiligen Hallen der Brennerei durchgeführt werden, dennoch gibt es schon im Besucherraum mit Shop genug zu sehen und sogar eine kleine Verkostung.

Isle of Skye

Die Isle of Skye aus der Ferne – Foto von David Gebhardt

Ardnamurchan

Anschließend ging es für uns auf die nächste Halbinsel. Ardnamurchan besticht durch Einsamkeit. Über eine 50 Meilen lange Single-Track-Road ging es in die Leere und zu unserem Nomadenzelt, in dem wir für eine Nacht wohnten. Ein außergewöhnliches Erlebnis für die ganze Familie – vor allem als Paul die zwei Esel, die auf der Wiese neben dem Zelt auftauchten zu sehen bekam.

Schon am nächsten Tag ging es zum größten See Schottlands – dem Loch Lomond. Der See, an dem die Schotten selbst Urlaub machen. Auf dem Weg liegt eine der Requisiten aus den Harry Potter Filmen: Das Glenfinnan Viadukt. Eine sehr sehenswerte Konstruktion, über die tatsächlich auch heute noch mit Dampflokomotiven gefahren wird.

Das Glenfinnan Viadukt

Gut bekannt bei Harry Potter Fans: Das Glenfinnan Viadukt – Foto von David Gebhardt

Loch Lomond

Der Loch Lomond ist berühmt für Wassersport und schöne Bleiben rund um den See. Hier entspannten wir uns und konnten in Ruhe, die von dort kurze Strecke zurück nach Edinburgh, zurücklegen.

Loch Lomond

Ruhiger Morgen am Loch Lomond – Foto von David Gebhardt

Fazit

Alles was wir in Schottland brauchten, war ein Auto, ein paar Unterkünfte und große Lust die wunderschöne Natur zu erleben. Das Land hat sowohl für Städtetrips als auch für lange Wanderungen in der Natur viel zu bieten. Wir sind in beiden Varianten – auch bei einem mitreisenden Baby (und manchmal auch gerade weil ein Baby mitreist) – voll auf unsere Kosten gekommen. Schottland, wir sehen uns wieder.

Schlagworte:Reisen mit Kind
  1. Sonntag, 02. April 2017 um 21:25 Uhr Krissi sagt: Antworten
    Liebe Eva, lieber David,auch wir planen gerade einen Trip nachSchottland mit unserer kleinen Motte (Monate alt). Danke für euren Bericht. Wie lange seid ihr denn in Schottland gewesen?
    • Montag, 03. April 2017 um 15:34 Uhr David und Eva sagt: Antworten
      Hallo Krissi! Vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir waren 15 Tage in Schottland unterwegs. Zugegeben: ein wenig sportlich. Wenn ihr mehr Luft habt, würde ich die Strecke in 3 Woche empfehlen, oder z.B. den Abstecher nach Ardnamurchan weglassen.Wir haben auch auf unserem Blog dazu berichtet, falls ihr noch mehr Hintergrund dazu braucht: http://www.unterwegs-bleiben.de/schottland-roadtrip-mit-kind/Viele Grüße David
  2. Donnerstag, 06. April 2017 um 08:49 Uhr Krissi sagt: Antworten
    Lieber David, danke für den Tipp. Wir haben etwas weniger Zeit und auch an das Weglassen von Ardnamurchan gedacht ;) Die Bilder sind ja schon einmal traumhaft. In euren Blog werde ich gleich mal reinstöbern und ein paar Ideen für den nächsten Trip sammeln. Wir haben im Juni noch einmal 4 Wochen Urlaub geplant und sind noch nicht ganz sicher wohin es gehen soll. Liebe Grüße, Krissi

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