TUI.com verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.

Ratgeber

Ein Urlaub nur für uns Zwei

03.03.2014

Bei manchen Reise-News werde ich hellhörig – auch bei dieser: „Hotels nur für Erwachsene mit viel Zeit für Zweisamkeit“. Das klingt verführerisch und auch ein bisschen ungewohnt… Also machten wir uns ins Sensimar Resort Khao Lak in Thailand auf, um den neuartigen Pärchen-Urlaub zu testen

International ist die Idee kinderfreier Resorts nicht neu, doch bei deutschen Veranstaltern greift sie erst jetzt langsam Fuß – in einer Zeit, in der Hotelkonzepte ohnehin immer individualisierter werden. Meine Partnerin Sandra und ich wollten uns das Ganze mal genauer ansehen.

Sonnenuntergang

Ommm – und jetzt ganz tief durchatmen: Zeit für Zweisamkeit beim
asiatischen Sonnenuntergang in Thailand

Strandgeflüster ohne Gören

Tobende Kinder, lautstarke Animation? Hier nicht: In den neuen Paar-Hotels stehen Entspannung, Genuss und (be)sinnliche Tage zu Zweit im Mittelpunkt. Dazu ein unaufdringliches Sportprogramm (Pilates, Yoga, Beach-Volleyball), Ausflüge in die Umgebung (z.B. eine Wanderung in nahegelegenen Nationalparks), Paar-Massagen am Strand, fantastisches Essen und jede Menge Ruhe.

Warum sieht in Thai-Schrift alles gleich viel lieblicher aus? Eingangsschild vor dem Sensimar Resort Khao Lak

Warum sieht in Thai-Schrift alles gleich viel lieblicher aus? Eingangsschild vor
dem Sensimar Resort Khao Lak

Die großen Pools sind Blickfang und Herzstück des thailändischen Resorts

Die großen Pools sind Blickfang und Herzstück des thailändischen Resorts

Ein Ausblick zum Träumen von unserem Zimmer im Sensimar Khao Lak

Ein Ausblick zum Träumen von unserem Zimmer im Sensimar Khao Lak

Richtig schön UND richtig gemütlich: Deluxe Zimmer im Sensimar Resort Khao Lak

Richtig schön UND richtig gemütlich: Deluxe Zimmer im Sensimar Resort Khao Lak

Sensimar-Hotels mit neuem Paar-Konzept

Also auf nach Khao Lak, in eines der Sensimar Flagschiff-Hotels, die dieses neue Paar-Konzept anbieten. Schöne Strände, Super-Service, köstliches, kalorienarmes Essen – all das gehört ohnehin zu Thailand und macht dieses Land so attraktiv. In der Sensimar-Anlage in Khao Lak kommt noch einiges dazu: In erster Lage am Strand, finden wir trotz der kurzen Wege stets ein romantisches Plätzchen im üppig grünen Hotelgarten. Häuser mit großen Terrassen gruppieren sich um eine fast seeartige Pool-Landschaft; unser Zimmer ist uneinsehbar und vom Nachbarn nebenan hören und sehen wir glücklicherweise auch rein gar nichts. Sandra probiert Pilates, und ich mache… schlapp beim Beach-Volleyball. Von diesen „Urlaubsstrapazen“ erholen wird uns beim Dinner im Kerzenschein auf der Restaurant-Terrasse, nur einen Steinwurf vom Strand entfernt. Unser Resümé: ein richtiger Traumurlaub nur für uns Zwei!

Kinderfeindliche Romantiker?

Doch ganz offensichtlich teilen nicht alle Mitmenschen unsere Begeisterung: Als wir nach der Rückkehr erste Erfahrungsberichte veröffentlichten, dauert es nicht lange, bis wüste Beschimpfungen bei uns eintrudeln. Vor allem junge Mütter warfen uns vor, wir seien kinderfeindlich und hätten ein verschobenes Weltbild. Mit dieser Art von Feedback hatten wir, ehrlich gesagt, gar nicht gerechnet, und kamen ins Grübeln. Werden wir wirklich gleich zu Kinderhassern, wenn wir uns im Urlaub mal nach ungestörter Ruhe sehnen? Wir finden: nein! Es wird wohl immer Leute geben, die sich bei bestimmten Angeboten benachteiligt fühlen. Aber ist es nicht gerade schön, dass es heute Reisen für jeden Geschmack gibt? Von Feriencamps für FKK-Anhänger bis zu Ski-Reisen für Singles! Gerade diese Vielfalt macht das Reisen doch interessant. Schon auf unserer nächsten Reise werden wir vielleicht wieder mit dem Jungs von nebenan am Buffet Geschirr-Schlagzeug spielen, und es stört uns dann auch nicht, dass Chantal aus Rheinhausen beim Versteckspielen unter unsere Pool-Liege krabbelt. Aber in Thailand waren wir auch mal froh, völlig ungestört träumen und sonnen zu können und haben unseren Urlaub unter Erwachsenen genossen, ohne schlechtes Gewissen!

TUI Reisetipp Khao Lak

Ganz klar, dass wir Euch im Anschluss an diesen Beitrag auch das Sensimar Khao Lak Beachfront Resort ans Herz legen werden: Das Hotel liegt in herrlich tropischer Kulisse direkt am Strand. Die Fotos von Sandra und Alex sind verlockend? Dann schaut Euch das Resort doch einmal selbst an. Mehr Infos hier.

  1. Montag, 03. März 2014 um 13:29 Uhr Jens Voshage sagt: Antworten
    >> Mit dieser Art von Feedback hatten wir, ehrlich gesagt, >> gar nicht gerechnet, und kamen ins Grübeln.Das finde ich erstens weltfremd und es überrascht mich zusätzlich, da doch das Angebot "kinderfrei" schon bei der Einführung sehr kritisch diskutiert wurde.Zweitens: Die Kritik halte ich weiterhin für gerechtfertigt. Denn "kinderfrei" ist nicht mit der Spezialisierung auf Hobbys oder Vorlieben gleichzusetzen, sondern verstößt gegen elementare Grundzüge unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Es ist und bleibt der Ausdruck einer kinderfeindlichen Entwicklung - die Frage ob Kinder ja oder nein ist jedoch nicht nur eine individuelle Entscheidung, sondern betrifft unsere Gesellschaft als Ganzes. Der Versuch, diese Problematik im Reisebericht zu bagatellisieren, klappt vielleicht - ist aber aus meiner Sicht nicht redlich.
  2. Montag, 03. März 2014 um 16:06 Uhr Alex sagt: Antworten
    Hallo Herr Voshage,vielen Dank für die Darstellung Ihrer Meinung. Mittlerweile sind wir bei diesem polarisierenden Thema zumindest insoweit sensibilisiert, dass uns (und vermutlich auch der TUI) bewusst war, auch hier im Blog mit kritischen Kommentaren rechnen zu müssen. Das ändert jedoch nichts an unseren persönlichen Eindrücken und Empfindungen.Die von Ihnen genannte Problematik als gesamtgesellschaftliches Phänomen zu betrachten, halte ich für überspitzt und konstruiert. Ich gebe Ihnen Recht, dass der Status "kinderfrei" wenig mit einem Hobby zu tun hat, dennoch muss ein solches Konzept sowohl von Anbieterseite als auch von Kundenseite in einem freien Staat des 21. Jahrhunderts erlaubt sein. Es ist eine Nachfrage da und diese Nachfrage wird befriedigt. Sollte die Nachfrage verschwinden, wird auch das Angebot verschwinden - es sind einfache Grundsätze der Marktwirtschaft.Nun können wir uns stundenlang darüber aussprechen, wie es überhaupt zu dieser Nachfrage kommen kann. Liegt es an der weltfremden Abkapselung einer neuen Generation kinderloser Paare? Liegt es an persönlichen Erfahrungen mit schlecht erzogenen Bengeln in vergangenen Urlauben? Liegt es an der Überarbeitung unserer heutigen Zeit und dem gesteigerten Bedürfnis nach Ruhe? Oder sucht manch eine Beziehung nach genau jenem Aspekt, der hier versprochen wird: Zeit für Zweisamkeit?Ich bin überzeugt davon, dass die Gründe für einen "kinderfreien" Urlaub so individuell und vielfältig sind, wie die Menschen selbst. Und ich gestehe niemandem das Recht zu, darüber zu urteilen, auf welche Weise unsere Mitmenschen ihren wohlverdienten Urlaub verbringen möchten. Ob dies nun auf dem eigenen Balkon, bei einer zweiwöchigen Wanderung durch Sachsen oder in einer türkischen All-Inclusive Anlage ist. Jeder wird seine Gründe dafür haben, einen Urlaub auf die eine oder andere Weise zu gestalten. Auch Hoteliers sollten selbst entscheiden dürfen, wie sie ihre Anlage architektonisch gestalten und wie sie konzeptionell mit Leben gefüllt wird. All jene Aspekte sind für mich essentielle Bestandteile von FREIHEIT.Haben Sie zum Beispiel schon mitbekommen, dass es Fitness-Studios und Wellness-Bereiche nur für Frauen gibt? Vielleicht gibt es sogar bald schon ganze Hotels, die speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse erholungssuchender Frauen ausgerichtet sind. Mit Toiliettenschüsseln ohne Trennwand, Klatsch-Magazinen auf jedem Zimmer, einem eigenen Stylingberater und "Sex and the City" als kostenlosen Dauerstream (um mal scherzhaft ein paar Klischees zu bedienen). Wollen wir uns dann gemeinsam mit Plakaten vor das Tor stellen und um Einlass betteln? Oder Hoteliers und Gäste als asozial beschimpfen?Nichts ist leichter, als unsere Umwelt zu verurteilen; nichts schwieriger als sie zu verstehen.In diesem Sinne: Sonnige Grüße Alex Mirschel
  3. Montag, 03. März 2014 um 18:13 Uhr Jens Voshage sagt: Antworten
    Hallo Herr Mirschel, kritisieren hat für mich nichts mit verurteilen oder beschimpfen zu tun. Kritisieren ist ein normaler Vorgang innerhalb einer inhaltlichen Auseinandersetzung. Mir liegt es fern, zu verurteilen.Sie argumentieren rein aus wirtschaftlicher Marketingsicht. In Deutschland haben wir jedoch keine Marktwirtschaft, sondern eine soziale Marktwirtschaft. Das ist ein großer Unterschied. Und ethische Fragen lassen sich eben auch nicht mit dem Argument von "Angebot und Nachfrage" beantworten. Mit "kinderfreien Hotels" setzt ein Anbieter ein Zeichen - jedoch nicht für FREIHEIT, sondern für ein kinderfeindliches Deutschland und damit auch für mangelnde Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.Kommen dann als nächstes eigentlich die "behindertenfreien Hotels"? Überspitzt? Weshalb? Wenn es eine Nachfrage danach gäbe, wäre das doch die logische Konsequenz ihrer Argumentation.
  4. Dienstag, 04. März 2014 um 10:16 Uhr Ein Familienvater sagt: Antworten
    Lieber Herr Voshage,ich selbst bin Vater von zwei Kindern (beide unter 5 Jahre) und nur weil auch wir Eltern ab und zu auf der Suche nach etwas Ruhe und Zweisamkeit sind, ohne Kindertrubel und lauter Animation, würde ich mich auch nicht gleich als Kinderfeindlich bezeichnen. Ich bin jedenfalls sehr dankbar, dass es inzwischen Hoteliers und Veranstalter gibt, die diese Bedürfnisse abdecken.Lieber Herr Mirschel,mir hat Ihr Beitrag sehr gefallen und ich danke Ihnen für die tollen Einblicke. Gerne mehr...
  5. Dienstag, 04. März 2014 um 11:57 Uhr Alex sagt: Antworten
    Lieber Herr Voshage, wenn ich die Sachlage richtig einschätze, gehen wir bei der Diskussion von zwei so unterschiedlichen Standpunkten aus, dass es wohl unmöglich erscheint, im Rahmen einer Blog-Diskussion uns jeweils von der gegenteiligen Einschätzung zu überzeugen. Ich möchte zwar betonen, dass es mir bei diesem Thema fernliegt aus einer Marketingsicht zu sprechen, da ich meine Erfahrungen vor allem aus Urlaubersicht als kinderloses Paar schildere. Ich habe diesen Artikel daher auch nur unter der Bedingung verfasst, die vollständige inhaltliche Kontrolle zu behalten. Dennoch gestehe ich jedem Leser und allgemein jedem Mitmenschen zu, bei der Wahrnehmung von "kinderfreien Hotels" seine ganz eigene Meinung zu pflegen. Ich kann daher absolut akzeptieren und respektieren, wenn sie diese Entwicklung aus persönlicher Sicht nicht gut heißen. Ich verbitte mir jedoch weiterhin mittelbare und unmittelbare Unterstellungen von Kinderfeindlichkeit. Wenn Sie Interesse an einer Fortsetzung dieses Themas haben, lade ich Sie herzlich ein, dass wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion (wenn sie die große Bühne bevorzugen) oder bei Ihnen in Hannover zu einer Tasse Kaffee unsere Argumente weiter austauschen. Vielleicht entstehen dann ja auch andere Wahrnehmungen des Gegenübers, ich würde mich freuen!
  6. Dienstag, 04. März 2014 um 12:26 Uhr martina sagt: Antworten
    ich kann die ganze aufregung nicht verstehen. vor allem nicht warum sich bei solchen themen manche wichtigtuer als retter der menschheit einsetzen wollen... leute, es geht um URLAUB! der soll freude bereiten, alltagssorgen vergessen machen und genauso sein wie ich es mir wünsche. selbst wenn nun in sensimars und co ein paar "kinderhasser" unterwegs wären unso mehr sollten sich doch eltern freuen dass diese menschen nicht neben ihnen im clubhotel liegen und den ganzen tag meckern. eltern können nun sogar argumentieren " wenn sie keine kinder im urlaub wollen dann gehen sie gefälligst in ein kinderfreies hotel! " ich sehe das aber auch als mutter ganz entspannt. warum sollten junge paare zwischen uns familien abhängn? und warum soll man sich im urlaub damit arrangieren daß möglicherweise doch ein eher untolles kind dabei ist, das so manche situation zu nichte machen kann? meine güte, wenn mein manne nen männerabend macht dann nenn ich ihn doch auch nicht frauenfeindlich! nee das is sogar besser so wenn wir frauen dann mal nicht dabei sind, genauso umgekehrt. übrigens glaube ich daß es nicht viel effektivere mittel zur familienförderung gibt als paare einfach mal ohne kids in einem hotel zu platzieren ;-)) wer weiß ob ein jahr später die urlauber nicht selbst nach einem familienclub auschau halten müssen! take it easy
  7. Dienstag, 04. März 2014 um 19:54 Uhr Jens Voshage sagt: Antworten
    Hallo Herr Mirschel, ich glaube gar nicht, dass wir viel zu diskutieren haben. Sie haben über ihre Erfahrungen in einem kinderfreien Hotel berichtet und ich habe das Angebot als solches kritisiert.Auch Wirtschaftsunternehmen haben in meinem Verständnis von sozialer Marktwirtschaft eine gesellschaftliche Verantwortung und müssen sich moralischen Fragen stellen. Seien es Autokonzerne, die SUVs in die Städte drücken, Banken, die mit Lebensmitteln zocken oder eben auch Reisekonzerne. Diese Verantwortung lässt sich nicht mit Nachfrage aushebeln. Mir geht es dabei nicht um die Zielgruppensegmentierung - die gab es schon immer und die ist ja auch sinnvoll. Nein, mir geht es um das Zeichen, dass ein Reisekonzern mit diesem Angebot in die Gesellschaft sendet. Insofern ist ihr Bericht auf dem Tui-Blog nur der Anlass meiner Kritik - nicht jedoch das tatsächliche Ziel.Gruß und einen schönen Abend
  8. Freitag, 07. März 2014 um 08:52 Uhr Rene sagt: Antworten
    Hallo zusammen,wir reden von 560 Hotels auf der ganzen Welt und gerade mal von 28 in Deutschland (Quelle: www.urlaub-ohne-kinder.info). Das Ganze ist also nicht mal ein Trend, sondern nur eine Nische. Warum gibt es in D generell Diskussionen, wenn man seine einzigen paar Wochen Urlaub einfach nur in Ruhe verbringen will.Funktioniert die viel gepriesene gegenseitige Rücksichtnahme denn im realen Leben?Wenn man in der Karibik mit den US-Pärchen redet, erntet man generell ein verständnisloses Stirnrunzeln, da gibt es solche Diskussionen nicht! Die wollen Ihre 15 Tage Urlaub/Jahr auch nur entspannen. Für die Kinder sind die restlichen Tage des Jahres - in Vollzeit :-)Wer Toleranz für seine Kinder fordert, sollte auch die paar Angebote tolerieren, die es gibt.
  9. Mittwoch, 19. März 2014 um 22:45 Uhr Marianne und Carsten sagt: Antworten
    Unglaublich, worüber man sich so alles empören kann. Das Konzept gefällt uns sehr gut, der Artikel ist eine schöne Inspiration und ich sehe keinen Grund für einen Aufreger. Typisch Deutsch eben, daß einige Mitbürger immer nach dem Haar in der Suppe suchen wollen, selbst wenn die Suppe vorzüglich schmeckt.Danke für den gelungenen Bericht, auch das niedblog gefällt uns sehr gut.

Wir freuen uns über Kommentare!

Sicherheitscode

Dieses Blog nutzt Gravatare. Besorg dir ganz einfach einen eigenen Gravatar.
Achtung: Dein Kommentar wird vor der Freischaltung manuell geprüft.