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Ratgeber

Die Top 10 Kirchen der Welt Teil 1

14.03.2018
TUI Bloggerin Lydia
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Auch wenn man nicht gläubig ist, wird man beim Betreten einer Kirche stets andächtig und muss einfach den Atem anhalten. Kirchen sind ein spannendes Abbild der Geschichte des jeweiligen Ortes und entführen einen in das Leben unserer Vorfahren. Kein Wunder, dass sie auch für TUI Bloggerin Lydia der Hingucker schlechthin sind, denn ihr Papa Jürgen ist Architekt und dient auf Reisen gern als baulich-fachkundiger Stadtführer. Lasst euch mit Lydias Top 10 der schönsten Gotteshäuser der Welt von dieser Faszination anstecken.

⛪ TOP 1: Santa Maria Assunta dei Gesuiti, Venedig

Über diese wunderschöne, römisch-katholische Jesuitenkirche habe ich schon ► in meinem Venedig-Artikel berichtet. Sie besticht vor allem durch ihr beeindruckendes Innenleben, durch das sie sich einen Platz in den Top 10 redlich verdient hat.

Die Santa Maria Assunta dei Gesuiti wurde 1150 errichtet und 1729 im Barockstil neu erbaut. Die Fassade schmücken korinthische Säulen und biblische Darstellungen, wie u.a. die zwölf Apostel. Beim Betreten der Kirche wird man nicht nur still und andächtig, sondern staunt vor allem über die Schönheit des gold-grünen Altars mit seinen gedrehten Säulen sowie über die gold-weiße Stuckdecke. Ansonsten finden sich im Inneren Grabmäler sowie in den Kapellen und an der Innenfassade ebenfalls Szenen aus der Bibel. Auch der Maler Tintoretto, dessen Spuren sich in Venedig oft wiederfinden, hat sich 1555 in der Kirche mit der „Himmelfahrt der Jungfrau Maria“ verewigt.

Das Überwältigende des Barocks im Inneren der Kirche ist die Verbindung aller Künste wie Architektur, Plastik, Malerei und Ornamentik. Diese einzigartige stilistische Verschmelzung aller Künste findet man heute nur sehr selten. (Architekt Jürgen Desch) 

Der Eintritt ist frei.

Venedig ist einfach ein Juwel an historischen Bauten und sollte daher bei jedem Kulturfan auf der Reise-Bucket-List stehen. Stöbert doch mal in unseren ► vielfältigen Städteangeboten.

⛪ TOP 2: Abdul-Aziz-Shah-Moschee, Malaysia

Während meines Auslandsstudiums in Malaysia besuchte ich unzählige, wunderschöne Moscheen in dem muslimischen Land. Eine davon war die Abdul-Aziz-Shah-Moschee, die aufgrund ihrer auffälligen Färbung auch „Blue Mosque“ genannt wird. Sie liegt in einer schönen Parkanlage in der Stadt Shah-Alam, vor den Toren Kuala Lumpurs. Sie ist die größte Moschee des Landes und bietet Platz für rund 24.000 Gläubige.

Diese leichte Säulenarchitektur mit dem darauf ruhenden Kreuzgewölbe öffnet, wie schon in der Romanik und Gotik, den irdischen Lebensraum des Menschen zu weiten himmlischen Sphären, die so jeweilige religiöse Gefühle wachrufen. (J. Desch)

Die Moschee besteht aus einem großen Dom sowie vier Minaretten (Turm, in dem die die Gebete ausgerufen werden), die mit 140 Metern die zweithöchsten der Welt sind (nach denen der Hassan-II.-Moschee in Casablanca). Die Architektur der noch recht jungen Moschee (Baujahr 1988) ist modern, wird dabei jedoch auch von traditionellen malayischen Stilelementen gezeichnet.

Auch Nicht-Muslime dürfen die Moschee besichtigen, müssen sich jedoch entsprechend kleiden. Der Eintritt ist frei.

Die schönsten Kirchen: Die Abdul Aziz Shah Moschee

Vor dem Betreten: Schuhe ausziehen!

Wenn ihr Shah-Alam besucht, kommt ihr natürlich an Kuala Lumpur nicht vorbei. Und hier solltet ihr ein Weilchen verweilen, denn es warten weitere interessante Moscheen und viele andere Highlights auf euch. Welche genau, ►dass verrät euch TUI Bloggerin Meli in ihrem Urlaubsbericht.

⛪ TOP 3: Petersdom, Vatikan

TUI HOTELTIPP: Diana Roof Garden

Das Besondere an diesem zentral gelegenen Hotel ist seine Tradition, denn es ist bereits seit 1939 in Familienbesitz.

Hier könnt ihr euch nach einem langen Erkundungstag durch die Stadt zurückziehen, z. B. auf der gemütlichen Dachterrasse.

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Mehr Hotels in Rom

Der Petersdom, auch als Sankt Peter bekannt, ist ebenso groß wie bedeutsam. Gebaut wurde der Vorgänger als Pilger- und Grabeskirche um 324 von Konstantin dem Großen in Andenken an Apostel Simon Petrus, welcher der Legende nach hier grausam gekreuzigt wurde.

1506 wurde der Dom dann in 120 Jahren mit vielen Pausen und Rückschlägen umgebaut und ist aufgrund dessen durch verschiedene Stile gekennzeichnet. Er gehört auch heute noch zu einem der imposantesten Bauwerke der Welt und bietet als größte katholische Kirche der Welt (211 Meter Länge) Platz für bis zu 60.000 Gläubige. Unzählige Architekten, Bildhauer, Maler und Baumeister verewigten sich hier, u. a. natürlich Michelangelo.

Der Petersdom stellt das Herzstück des Vatikans dar und liegt von Säulen umgeben auf dem Petersplatz. Seine Faszination beruht nicht nur auf der eindrucksvollen Geschichte, der reichen Architektur und den beherbergten Kunstschätzen, sondern vor allem auf der religiösen Bedeutung. Von hier aus spendet der Papst seinen Segen „Urbi et Orbi“, auch Heiligsprechungen und die neuen Päpste werden hier verkündet.

Die Architektur des Petersdoms wird durch seine überwältigende zentrale Kuppel mit einem Durchmesser von 42,56 Metern bestimmt. Solche gewaltigen Kuppelbauten entstanden vor allem in der Renaissance. Der Kuppelbau verstärkt mit seinem Zentrum das irdische Lebensgefühl des Menschen und damit seine Schöpferkraft und sein Selbstbewusstsein. (J. Desch)

Ein stinknormaler Besuch ist nicht genug? Kirchen könnt ihr in Rom auch auf andere Weise entdecken! ►TUI Bloggerin Dannika berichtet euch von der „Angels & Demons Tour“ durch Rom, basierend auf dem Buch „Illuminati“ von Dan Brown.

⛪ TOP 4: St. Patrick’s Cathedral, New York

Mitten im Herzen von New York, direkt gegenüber dem Rockefeller Center, liegt die St. Patrick’s Cathedral aus weißem Marmor. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Grundstück der Kathedrale für 11.000 Dollar verkauft und lag am damaligen Rand des Stadtzentrums, der dicht besiedelten Region. Die St. Patrick’s Cathedral wurde 1878 erbaut und sollte die abgebrannte und wieder aufgebaute St. Patricks Old Cathedral (steht auch heute noch) ersetzen, da diese für die vielen Katholiken zu klein war. Bis 1931 wurde die neue Kathedrale erweitert, u. a. um die Türme an der Westseite, die Orgel und die Kapelle.

In der St. Patrick`s beeindruckt die Auflösung des gewaltigen gotischen Kreuzgewölbes im Mittelalter in ein leicht wirkendes ornamentales, neogotisches Gewölbe. Hier spiegelt sich die Hinwendung aller Künste Anfang des 19. Jahrhunderts zur Natur und ihrer Universalität (Vielseitigkeit) als tatsächliche Lebensgrundlage für die Menschen wider. (J. Desch)

Von außen beeindrucken die 100 Meter hohen Türme, die lange die Spitze des New Yorkers Himmel bildeten, während innen weltweite Kunstwerke, die hohen Decken, 3.700 Buntglas-Paneele und ein Nachbau von Michelangelos Marmorstatue Pietà faszinieren. Mir hat die Kirche besonders aufgrund ihrer spektakulären Lage gut gefallen. Sie sticht immens zwischen den Hochhäusern hervor – ein Kleinod der Vergangenheit zwischen den Zeichen der Moderne. Einfach eintreten und die Stille und Erhabenheit auf sich wirken lassen. So kann man dem Gewusel der Fifth Avenue perfekt entkommen.

Der Eintritt ist frei, es gibt auch Führungen.

Die schönsten Kirchen: St. Patrick's Kathedral New York

Die Kathedrale bei Nacht

Die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten! Was sich alles lohnt, ►berichtet euch TUI Bloggerin Sandra. Und falls ihr noch einen kleinen Travelguide braucht: ►Mit unserem „Cheat Sheet“ geben wir euch Tipps für einen günstigen New York-Trip!

⛪ TOP 5: Basilica Sagrada Família, Barcelona

Sie gehört zu den bekanntesten Kirchen weltweit: Die Basilica Sagrada Famíla in Barcelona. Der römisch-katholische Bau, der der „Heiligen Familie“ gewidmet ist, wurde 1882 am damaligen Ende des Stadtzentrums begonnen und soll bis 2026, zum 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí, vollendet sein. Auch heute noch wird nach den Plänen des Perfektionisten gebaut, die jedoch auch viel Raum für Spekulationen lassen. Durch die lange Bauphase finden sich hier verschiedene Stile wieder, wie Kubismus, Neugotik oder Moderne.

Die Basilika trägt Gaudís Handschrift, der sich von den Elementen der Natur beeinflussen ließ, die er mit Funktionalität verband. So erinnert die Kirche an Sand, das Gewölbe innen mit seinen Säulen an verzweigte Bäume. Auffällig sind die reichen Verzierungen, die vielen Türme (18 sollen es bei Fertigstellung sein) und die starke Symbolkraft der einzelnen Elemente von der Fassade bis zu jeder Säule im Inneren. Durch ihre große Dimension und der üppigen Verzierung, wurde die Kirche über Spanien hinaus bekannt.

Wie die St. Patricks Kathedrale spiegelt auch diese Basilika die Neuausrichtung der Künste wider. Die Besonderheit hier besteht darin, dass die klassische Lehre von tragenden und füllenden Bauteilen aus den vorangegangenen Architekturstilen aufgehoben wird, und die Basilika wie etwas selbst natürlich Gewachsenes, Organisches in Erscheinung tritt. (J. Desch)

Der Eintritt beträgt 15 Euro, dabei kommt es oft zu langen Warteschlangen. Es werden auch Führungen angeboten.

Unsere Kollegin Rita ist ein großer Fan von Barcelona und hat natürlich die berühmte Kirche selbst besucht. Doch was es in der Stadt noch alles zu sehen gibt, ►erzählt sie euch in ihrem Artikel.

Kleines Kirchenwissen

  • Kirche („kyriakon“ griechisch Gotteshaus und basiert auf „ekklesía“ Versammlung) bezeichnet die Versammlung gläubiger Mitglieder einer Gemeinde
  • eine Kapelle ist eine kleine Kirche ohne Priester/Pfarrer und damit ohne entsprechende Rechte
  • die Kathedrale („cathedra“ lateinisch Lehrstuhl des Ortsbischofs) und der Dom („domus“ lateinisch „das Haus“) sind beide Bischofskirchen, ihre Bezeichnung variiert oft regional
  • der Dom und die Kathedrale sind die wichtigsten Gotteshäuser in einem kirchlichen Bezirk
  • die Basilika („basilicia“ griechisch königliche Halle) ist ein Raumtyp aus dem Römischen Reich und zeichnet sich durch min. drei Kirchenschiffe und einen speziellen Lichteinfall aus
  • ursprünglich diente die Basilika als wichtige Halle für Gerichte oder Märkte, heute ist sie ein Ehrentitel, der vom Papst für bedeutsame Kirchen vergeben wird
  • Münster („monasterium“ lateinisch Kloster), wie das Ulmer Münster, sind Pfarrkirchen und waren oft Teil eines Klosters, der Bischof hatte hier keinen Sitz inne

 

Als Kirchenliebhaber verspreche ich euch: Es gibt natürlich noch so viele andere tolle und beeindruckende Gotteshäuser. Daher verpasst nicht den zweiten Teil der Top 10 Kirchen. Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Lesen und besucht diese schönen Bauwerke bald einmal selbst.


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