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Camper-Urlaub für Anfänger, Teil I

26.11.2014
TUI Blogger Simon
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Das waren noch Zeiten, als Vati den VW Bulli über den Brenner in Richtung Italien gejagt hat und Mutti mit Käsestullen die quengelnden Kinder zu besänftigen versuchte. Zum Glück ist heute alles anders. Wie die Situation bei modernen Campern aussieht und was Anfänger beim Thema Wohnmobil-Urlaub wissen sollten, verrät euch heute TUI Mitarbeiter und zugleich Camper-Spezialist Christoph Schöttner im Interview mit Blogger Simon.

Hotelaufenthalt oder Camperabenteuer

Christoph, angesichts paradiesischer Hotelanlagen in drei Flugstunden Entfernung, wer tut sich da noch den Stress auf der Straße an?
Ganz einfach: Menschen, die nach ihrem Urlaub von mehr berichten möchten als nur vom leckeren Buffet. Nichts gegen ein bisschen Entspannung am Meer, aber immer mehr Urlaubern reicht das nicht. Sie ahnen, dass es mehr geben muss als Pool und Strandbar, und wollen authentische Kulturerlebnisse abseits der Touristenhochburgen. Ein bisschen Abenteuerlust und Pioniergeist schlummern eigentlich in jedem von uns, oft fehlt nur ein kleiner Anstoß, um aus einem Pauschalurlauber einen begeisterten Camper-Reisenden zu machen. Zumal das Bild vom VW Bulli mit den modernen Campern von heute nicht viel zu tun hat.

Ach ja? Was hat sich denn seit damals verändert?
Niemand muss das Fahrzeug mehr kaufen, sondern es kann ganz einfach gemietet werden. Bei TUI Camper findet ihr Wohnmobile auf der ganzen Welt. Ihr könnt also auch Australien oder Kanada auf eigene Faust bereisen. Und dann sind die Camper natürlich heute ganz anders aufgebaut: Vom Geländewagen mit Zelt auf dem Dach bis zum Luxus-Camper mit „Slide-out“, dem ausfahrbaren Seitenteil. Die meisten wählen ein Gefährt mit eigener Küche, Dusche und WC, das ist vielen sehr wichtig.

Toiletten sind ein gefragtes Thema für Camper-Neulinge

Apropos, wie funktioniert das eigentlich mit dem Abwasser und den, naja, Fäkalien?
(lacht) Ein Thema, das immer wieder für Belustigung und Verunsicherung sorgt. Hygienisch muss man sich überhaupt keine Gedanken machen, die Systeme sind genauso sauber wie deine Toilette zu Hause. Ein typischer Camper hat zwei Tanks: Einen für Grauwasser und einen für Schwarzwasser. Ihr dürft raten, welcher wozu dient.
Um die Tanks zu entleeren, wird an eine Dumpstation gefahren, die gibt es auf jedem Campingplatz. Je nach Fahrzeugmodell kann dort entweder die Toiletten-Kassette in einen Abfluss entleert werden oder ihr schließt einen Schlauch an das Wohnmobil an, durch den das Abwasser abgelassen wird. Ihr kommt also nie in direkten Kontakt mit dem Schmutz. Trotzdem solltet ihr nach jeder Entleerung wieder eine Chemikalie in die Toilette schütten, die man im Supermarkt oder an der Tankstelle kaufen kann. Sicher ist sicher.

Wasseranschlüsse am Camper

Frischwasser- und Abwasserschlauch (dicker) am Camper

Es gibt ja auch Tanks mit Frischwasser. Und eine Batterie für den Strom sowie Gas für Heizung und Kühlschrank. Wie lange kann ich eigentlich autark unterwegs sein, ohne die Zivilisation aufzusuchen?
Die Camper haben zwei Batterien, eine für den Motor und eine für den Innenraum. Ihr werdet also niemals liegen bleiben, weil ihr über Nacht euer Handy aufgeladen habt. Gleichzeitig lädt sich die Batterie aber bei der Fahrt wieder auf.
Um zu sehen, wie viel Energie noch übrig ist, gibt es eine Statusanzeige. Sie informiert auch über den Stand von Gas, Frischwasser und Abwasser. Das Gas hält sehr lange, beim Frischwasser hängt es entscheidend davon ab, wie hoch der Verbrauch durch Dusche und WC ist.
Als Faustformel kann festgehalten werden, dass zwei Personen etwa drei Tage ohne Außenwelt zurechtkommen. Eine Familie verbraucht eben mehr Ressourcen als ein Single.

Füllstände von Batterie, Wasser, Abwasser und Gas können hier abgelesen werden.

Füllstände von Batterie, Wasser, Abwasser und Gas können hier abgelesen werden.

Camper-Urlaub für Singles ebenfalls geeignet

Würdest du einen Camper-Urlaub auch Singles empfehlen?
Natürlich, warum nicht? Als Single könnt ihr euch eben ein etwas kleineres Fahrzeug mieten, und wenn ihr doch einmal Rangierhilfe benötigt, fragt ihr eben einen Passanten. Einige Modelle haben auch eine Rückfahrkamera. Ihr gewöhnt euch an die Fahrzeuggröße und die Campingplätze sind entsprechend dimensioniert.
Im Übrigen rutscht jeder Urlauber schnell in ein Gefühl von Verbundenheit mit anderen Camper-Urlaubern. Das ist so wie mit den Motorradfahrern, die sich untereinander grüßen. Wenn also der Nachbar auf dem Stellplatz gerade ein Bier rausholt, passiert es oft, dass er euch auch eines anbietet und schon seid ihr im Gespräch. Singles müssen keine Sorge haben zu vereinsamen, wenn sie es nicht wollen.

Lagerfeueratmosphäre

Wer ohne Familie reist, findet schnell Anschluss bei anderen Campern.

Wir steuern gerade auf den Winter zu. Wie verhält es sich bei Eis und Schnee mit dem Camper?
Ich würde einem Anfänger eher davon abraten. Möglich ist es aber. Die Wände eines Campers sind relativ dünn, nicht zu vergleichen mit einem Wohnhaus. Daher muss im Winter dauerhaft geheizt werden, auch wenn ihr euch nicht im Camper aufhaltet, da die wasserführenden Leitungen sonst einfrieren. Und das wird bei einem Schaden nicht von der Versicherung abgedeckt. In den USA und Kanada z.B. sind die Leitungen daher bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mit Frostschutzmittel gefüllt und somit ist dann auch das Wassersystem nicht nutzbar.

Benzinverbrauch vom Camper ist ziemlich hoch

Wie viel Sprit schluckt so ein Camper eigentlich und muss ich das beim Urlaubsbudget berücksichtigen?
Ja, auf jeden Fall. Wenn ihr z.B. in den USA mit einem großen V10-Modell unterwegs seid, müsst ihr mit bis zu 25 Liter Super auf hundert Kilometer rechnen. Zum Glück sind auch die Tanks ziemlich groß und fassen um die 200 Liter. Ihr müsst also nicht ständig an die nächste Tankstelle denken. Die europäischen Modelle mit Chassis von VW oder Mercedes brauchen hingegen nur die Hälfte und sind oft mit sparsamen Dieselmotoren ausgestattet.

Zum Schluss noch eine ganz wichtige Frage: Was kostet so ein Camper, sagen wir mal für eine Woche Roadtrip in Kanada?
Der Preis ist von vielen Faktoren abhängig: Neben dem Buchungs- und Reisetermin und dem Camper-Modell spielen auch die Ausstattung und die eingeschlossenen Leistungen wie z.B. die gewünschte Kilometerzahl eine große Rolle. Wenn ihr frühzeitig ein Mittelklassefahrzeug von Cruise Canada bucht und einen zehntägigen Roadtrip plant, könnt ihr mit einem All Inclusive-Paket, z.B. bei Cruise America, von ungefähr 1.000 Euro ausgehen. Der Preis gilt pro Fahrzeug, also lohnt es sich, jemanden mitzunehmen und so die Kosten zu teilen. Auf tuicamper.com könnt ihr ganz einfach eine Preisabfrage zu eurem Wunschurlaub starten und verschiedene Camper miteinander vergleichen.

Ihr möchtet noch mehr übers Campen erfahren, dann wartet ab. In Kürze folgt Teil II des Interviews mit weiteren spannenden Infos zum Campen!

Quer durch die USA im Camper - ein kalkulierbares Abenteuer

Quer durch die USA im Camper – ein kalkulierbares Abenteuer

TUI Camper-Tipp

Ihr plant eure erste Camperreise, wisst aber noch nicht so genau wo es hingehen soll? Kein Problem: Auf der Hompage von TUI Camper präsentieren euch unsere Wohnmobilexperten einige Camper-Destinationen.

Mehr Informationen und zur Buchung hier.

  1. Montag, 19. Dezember 2016 um 09:42 Uhr gmail apk sagt: Antworten
    nice article. keep it up. thanks for sharing. Thanks for taking time to share this wonderful article.
  2. Montag, 11. Mai 2015 um 14:54 Uhr Simon Drees sagt: Antworten
    Ohja, da gebe ich Dir auf jeden Fall recht, Sabine! Die Ostseeküste - beispielsweise - eignet sich hervorragend und bietet wirklich tolle und moderne Campingplätze.
  3. Sonntag, 10. Mai 2015 um 10:49 Uhr Sabine H. sagt: Antworten
    Nicht nur die Technik hat sch enorm weiterentwickelt, sondern auch die Campingplätze Deutschland sind qualitativ gestiegen. Bei der Auswahl können wir uns oftmals nicht entscheiden, wo die Reise hingehen soll. Lieben Gruß an alle Camper.

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