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Global Gourmet

Auf Traditionskurs in Dubai: Emiratische Spezialitäten zum Nachmachen

04.12.2017

Dubai ist ein Wüstenstaat. Einen Ausflug in die Wüste sollte man daher definitiv unternehmen! Aber eine Wüstensafari muss nicht nur bedeuten, dass man auf dem Rücken eines Kamels durch die Dünen reitet und dabei Wildtiere beobachtet. So eine Tour lässt sich auch prima mit einer Entdeckungstour der emiratischen Spezialitäten verbinden. Für Global Gourmet haben wir uns daher für die „Bedouin Culture Safari“ entschieden, die uns die Kultur des Wüstenvolks und deren Köstlichkeiten näherbringt. Und von der Safari haben wir euch ein paar tolle Rezepte mitgebracht!

TUI HOTELTIPP: HYATT REGENCY DUBAI CREEK HEIGHTS

Das 5*-Hotel Hyatt Regency Dubai Creek Heights liegt sehr zentral, direkt in der Nähe des Dubai International Finance Centre, und nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. Das Hotel ist sehr modern eingerichtet, mit Pool und Wellnessbereich, und bietet drei Restaurants, indenen euch vielfältige Speisen (indisch, asiatisch, mexikanisch etc.) vorgesetzt werden.

Mehr Infos zum Hotel

06:30 Uhr: Abfahrt. Von unserem Hotel, dem Hyatt Regency Dubai Creek Heights, geht es in den frühen Morgenstunden Richtung Wüste. Am Eingang des „Dubai Desert Conservation Reserve“, ein Naturschutzgebiet, welches etwa 5 Prozent der Landmasse um Dubai einschließt, werden wir zunächst mit Wasser und einer „Kufiya“ ausgestattet, einer traditionellen Kopfbedeckung, die vor Sonne schützt.

Ein 15-minütiger Kamelritt bringt uns schließlich in das Beduinen-Camp, welches inmitten von Sanddünen liegt. Das Camp ist liebevoll hergerichtet: Orientalische Teppiche, schattenspendende Holzüberdachungen und Feuerstellen sorgen für einen traditionellen Look und viel Gemütlichkeit.

Kamel in der Wüste

Ein Kamelritt gehört zu jeder Wüstensafari dazu.

 Ein Rudel Onyx-Antilopen.

Ein Rudel Onyx-Antilopen.

„Bitte komm und trinke Kaffee“ – Die Kaffeekultur der Beduinen

Zur Begrüßung werden unsere Hände mit Rosenwasser gereinigt. Und dann geht‘s auch schon auf kulinarische Reise: Zum Empfang werden uns traditionell eine Tasse Kaffee „Qahwa“ und Datteln gereicht.

Kaffee ist in den Emiraten nicht einfach nur Kaffee – es ist das älteste Getränk im mittleren Osten und nimmt in der arabischen Kultur einen hohen Stellenwert ein: Er ist Zeichen von Großzügigkeit, Sozialisierung und Konversation.

Tatsächlich waren es arabische Reisende, die den Kaffee vor hunderten von Jahren nach Europa brachten – so erzählen es die Beduinen. Gäste werden mit immer dem gleichen Satz zum Kaffeetrinken eingeladen: „Yrja tanawul alqahwat washurubaha“. Übersetzt bedeutet dieser Satz: „Bitte komm und trinke Kaffee.“

Empfängt man Gäste, ist die Kaffeezeremonie ein traditioneller Akt und fester Bestandteil einer jeden Begrüßung. Der Gastgeber schenkt dabei den Kaffee immer mit der linken Hand in kleine, henkellose Mokkatassen „Finjaan“, welche er in der rechten Hand hält. Der Finjaan des Gastes wird immer nur halbvoll gefüllt und es wird so oft wieder nachgeschenkt, bis der Gast seinen Finjaan schüttelt. Serviert wird arabischer Qahwa immer ohne Milch und Zucker. Dazu werden traditionell gesüßte Datteln gereicht.

REZEPT: QAHWA – Arabischer Kaffee

Diese Zutaten benötigst du:

  • 3 Tassen Wasser
  • 3 EL gemahlener Kaffee
  • 1 EL Kardamom
  • 5-6 Nelken
  • 1 Fingerspitze Safranfäden
  • 1 TL Rosenwasser

Zubereitung:

Traditionell werden die rohen Kaffeebohnen in einer Pfanne über dem offenen Feuer geröstet und anschließend per Hand mit einem Mörser zerstoßen. In einer arabischen Kaffeekanne, „Dallah“, wird dann Wasser auf heißen Kohlen zum Kochen gebracht. Offenes Feuer oder heiße Kohlen sind in der heimischen Küche aber nicht ganz praktikabel – daher gibt es eine Alternative:

  1. Das Wasser in einer Pfanne zum Kochen bringen
  2. Kaffeepulver hinzufügen und zehn Minuten zugedeckt köcheln lassen
  3. Kardamom und Nelken hinzufügen und weitere drei Minuten kochen lassen
  4. Pfanne vom Herd nehmen, den Kaffee abkühlen lassen ohne zu rühren – dadurch sinkt der Kaffeesatz auf den Boden der Pfanne
  5. Rosenwasser und Safran in eine Kanne geben und den Kaffee aus der Pfanne durch ein feines Sieb in die Kanne gießen
  6. Den Kaffee fünf Minuten ziehen lassen – fertig!

Mehr Inspiration im Video:

Frühstück mit Beduinen: Einfach, aber unglaublich lecker!

Das Frühstück auf unserem Ausflug wird von den Beduinen frisch vor Ort zubereitet und fällt üppig aus: Dicke Bohnen „Foul Modammas“, Wüstentrüffel „Faqaa“, Ziegenkäse „Jubnah“, Safran-Pfannkuchen „Chebabs“, Teigfladen „Regag“, frittierte Teigbällchen „Lgaimat“, Kamelmilch und verschiedene Tees. Und obwohl die Zubereitung der einzelnen Speisen nicht sonderlich aufwändig scheint: geschmacklich sind sie ein Fest!

Frühstücksrezepte zum Nachmachen: frittierte Teigbällchen + Safran-Pfannkuchen

LLGAIMAT – frittierte Teigbällchen

Diese Zutaten benötigst du für ca. 30 Stück:

  • 280 g Mehl
  • 7 g Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 280 ml lauwarmes Wasser

Diese Zutaten benötigst du für den Zuckersirup „Ater“:

  • 2 Becher Zucker
  • 1 Becher Wasser
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • 1 Schuss Orangenblüterwasser

Zubereitung:

  1. Das Mehl mit Hefe, Zucker und Salz vermengen. 280 ml lauwarmes Wasser nach und nach hinzugeben bis der Teig gleichmäßig ist. Den Teig zugedeckt für eine Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit für den Zuckersirup alle Zutaten zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
  2. Für das Frittieren der Teigbällchen Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen. Mit einem Teelöffel kleine Teigportionen aufnehmen und in die Pfanne gleiten lassen. Bällchen frittieren bis sie goldbraun sind. Tipp: Den Teelöffel immer wieder in kaltes Öl tauchen, so lösen sich die Teigportionen besser.
  3. Die noch heißen Bällchen direkt im Zuckersirup wälzen, abkühlen lassen, fertig!

CHEBABS – Safran-Pfannkuchen

Diese Zutaten benötigst du:

  • 160 ml heißes Wasser
  • 1 g Safranfäden
  • 180 g Weizenmehl
  • 1 TL Milchpulver
  • 2 TL Zucker
  • 1 Ei
  • Prise Salz
  • ½ TL Trockenhefe
  • ¼ TL gemahlener Kardamom
  • Butter
  • Zum Garnieren: Honig, Puderzucker, Joghurt und Dattelspalten

Zubereitung:

  1. Das heiße Wasser zusammen mit den Safranfäden für 30 Minuten ziehen lassen, ab und zu umrühren.
  2. Das Mehl sieben und mit dem Salz vermengen.
  3. In einer weiteren Schüssel das Ei verquirlen, Zucker, Milchpulver und Trockenhefe hinzugeben und mixen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist.
  4. Das lauwarme Wasser zusammen mit dem Kardamom zur Eimasse geben und verrühren. Das Mehl hinzufügen und verrühren, bis ein glatter Pfannkuchenteig entsteht. Der Teig sollte etwas dünner als normaler Pfannkuchenteig sein – bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen. Den Teig für 40 Minuten ziehen lassen.
  5. Den Backofen auf 100°C vorheizen. In einer Pfanne etwas Butter schmelzen lassen, einen Klecks Teig in die Pfanne geben, verlaufen lassen und auf kleiner Stufe so lange backen, bis sich Bläschen an der Teigoberfläche bilden. Dann den Pfannkuchen umdrehen und von der anderen Seite backen.
  6. Den Pfannkuchen aus der Pfanne nehmen, mit Butter von beiden Seiten bestreichen und auf einer Ofenfesten Platte im Backofen warm halten, bis der restliche Teig verarbeitet ist.
  7. Die fertigen Pfannkuchen mit Honig, Puderzucker, Joghurt oder dattelspalten servieren.

Wir wünschen einen guten Appetit!

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