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Kultur

Abenteuer Disneyland® Paris: Teil 3 – Das Geheimnis der Geisterbraut im Phantom Manor

18.11.2014
TUI Bloggerin Mela
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Nach einem Abendessen mit Micky und Ausflügen ins Märchenland wird es nun Ernst für TUI-Bloggerin Mela, denn Disneyland® Paris lernt sie das Gruseln … Ein Bericht voller Gänsehaut, Angstschweiß und fantastischen Illusionen.

Verfallen liegt die alte Villa in der Mitte ihres üppig begrünten und verwildert anmutenden Gartens. Nur ein paar Meter Luftlinie entfernt, steht die Achterbahn Big Thunder Mountain, in der ich eben noch gesessen und mich hab durchschütteln lassen. Doch nun will ich Spannung und Grusel: Es geht in die Villa der geheimnisvollen Geisterbraut.

Ich stehe vor den verschnörkelten schmiedeeisernen Toren der Villa, auf dem Schild am Eingang ist der Name zu lesen: Phantom Manor. Es ist ein regnerischer Tag im September und ich weiß: Es erwartet mich keine klassische Geisterbahn mit Figuren, die einen erschrecken, sondern eine schaurige Fahrt, die die Sinne anregt, die Augen täuscht und das Gehirn auf die Probe stellt. Doch was das genau bedeutet, weiß ich noch nicht.

Die verfallene Villa ist bereits in die Jahre gekommen

Die verfallene Villa ist bereits in die Jahre gekommen

Gruselige Zeichnungen, Augen, die mich verfolgen und schaurige Geisterfratzen

Als ich das alte Gemäuer betrete, gelange ich durch das Foyer in einem Raum, der mit dicken alten Teppichen ausgelegt und mit Bildern an den Wänden verziert ist. Es riecht trocken, staubig, ein bisschen modrig – nach sehr altem Haus eben. Plötzlich schließt sich die Tür hinter den anderen Gästen und mir, alle drängen sich auf den Teppich und der Raum beginnt sich unheilvoll zu bewegen. Die Wände werden immer höher, die schönen Bilder an ihnen entpuppen sich als gruselige Zeichnungen, die spärlichen Lichter flackern wild, es blitzt, donnert und ich ahne langsam, was mich hier erwartet.

Disneyland® Paris

Als die Türen wieder aufgehen und der erste Spuk vorbei ist, beginnt direkt der nächste. Auf meinem Weg zu den Gondeln, immerhin ist das hier ja ein Fahrgeschäft, verfolgen mich gruselige Geisterfratzen, Gemälde bekommen Augen, starren mir nach und düstere Geräusche hüllen mich ein. Und: Es wird immer dunkler und mystischer.

Klebt Blut an den Händen der unheilvollen Braut?

Als die Fahrt losgeht, wird mir schnell klar: Im Phantom Manor dreht sich alles um die Braut, die hier einst lebte und deren Schicksal sie zu einem umtriebigen Geist des Hauses machte, der den Besuchern Schauer über den Rücken jagt. Klebt vielleicht Blut an ihren Händen, weil sie all ihre Ehemänner bestialisch ermordet hat und sie nun von deren Geistern verfolgt wird? Oder ließ ihr zukünftiger Gatte sie eiskalt vor dem Traualtar stehen und stürzte sie damit in Verzweiflung und Tod?

Der Weg der Gondeln führt vorbei an Geistern, die wie magisch in der Luft schweben, an sprechenden Kristallkugeln, die die Untoten anrufen und an unheilvollen Gestalten mit grässlichem Lachen. Ich frage mich, was sie alle wohl über die Geschichte des Hauses und der Braut wissen.

Wenig später sehe ich Geister auf einer schaurigen Hochzeit tanzen. Ihr schreckliches Lachen schallt durch das gesamte Haus. Musik ist zu hören, sie klingt düster und schief. Immer wieder ist der klagende Gesang der Braut im Hintergrund vernehmbar. Überall sind Spinnweben, Reliquien längst vergangener Zeiten und gedimmtes Licht für die richtige Stimmung. Gegenstände wie Uhren oder ein Klavier spielen und drehen sich wie von Geisterhand. Und war da nicht gerade der Schatten eines Erhängten?

Im Phantom Manor werden Besucher Zeuge einer unheilvollen Geisterhochzeit

Im Phantom Manor werden Besucher Zeuge einer unheilvollen Geisterhochzeit

Der Blick in den Spiegel offenbart ein grausames Geheimnis

Mir wird ganz schön mulmig und ich bin froh, in meiner kleinen geschützten Gondel zu sitzen. Und obwohl ich schon Gänsehaut habe, fiebere ich bereits dem nächsten unheimlichen Part auf der kleinen Reise durch das Geisterschloss entgegen.

Der lässt nicht lange auf sich warten: Denn plötzlich sehe ich die Braut in ihrem vergilbten Kleid vor einem Spiegel sitzen. Doch statt ihres Bildes zeigt sich ein großer Totenkopf. Kurz danach fahre ich an einem Skelett im Hochzeitsanzug vorbei. Ist das der tote Bräutigam oder nur ein Geist der sich über das Brautpaar, das nie zusammenfand, lustig macht? Direkt danach fährt die Gondel entlang eines Friedhofs mit umgestürzten Grabsteinen, alten Särgen und Skeletten. Vielleicht hat sie Ihre Ehemänner ja doch um die Ecke gebracht?

Die schaurige Stimmung im Phantom Manor ergreift mich, die tragische Geschichte der Braut und ihr wehklagender Gesang jagen Gänsehaut über meinen Rücken – ein gelungenes Spektakel.

Kein Spiegelbild sondern ein Totenkopf - die Braut blickt dem Tod ins Gesicht

Kein Spiegelbild sondern ein Totenkopf – die Braut blickt dem Tod ins Gesicht

Ausgeklügelte Illusionen machen den den besonderen Phantom Manor Grusel perfekt

Im Phantom Manor wird man nicht zu Tode erschreckt. Vielmehr wird durch detailgetreue, perfekte Illusionen die Fantasie ordentlich in Fahrt gebracht. Jeder kennt solche Szenen aus Horrorfilmen. Hier ist man mittendrin, atmet die Geschichte der Braut und brennt darauf zu erfahren, was mit ihr geschehen ist. Noch Tage später grübelte ich darüber, wie das mit den so echt wirkenden tanzenden Geistern, sprechenden Kristallkugeln und all den anderen  Effekten wohl funktioniert. Immerhin hat mich das schon bei der Disney Dreams®! Show an meinem ersten Tag in Disneyland® Paris fasziniert.

Doch das Geheinmis zu lüften, würde die grandiose Illusion zerstören. Darum nehme ich mir fest vor: Beim nächsten Mal statte ich der Braut auf jeden Fall wieder einen Besuch ab.

Alle Bilder bis auf Außenasicht Phantom Manor und Champagnerbrunnen: ©Disney

Mein Disney Kuriosum des Tages: Ein rattenscharfer Champagner-Brunnen vor dem Bistrot Chez Remy im Walt Disney Studios® Park.

Rattenscharf: Der Champagner-Brunnen vor dem Bistrot Chez Remy

Rattenscharf: Der Champagner-Brunnen vor dem Bistrot Chez Remy


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