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Kultur

Zu Besuch bei der „Dicken Margarethe“ und dem „Langen Hermann“: Im baltischen Winter in Tallinn

08.02.2016
TUI Bloggerin Gabriela
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Tallinn ist in den letzten Jahren zu einem Highlight der baltischen Staaten geworden. Neben Partys im Sommer hat die Haupstadt Eslands aber noch viel mehr zu bieten, wie Gabriela aus ihrem Kurzurlaub in Tallinn im Winter zu berichten weiß.

In Tallinn bin ich schon häufiger gewesen, bisher allerdings immer nur im Sommer. Ich bin also sehr gespannt ob es mir genauso gut gefällt, denn diesmal bin ich kurz vor Weihnachten auf einer kurzen Stippvisite in Estland. Ein bisschen bin ich schon enttäuscht, dass auch hier noch kein Schnee liegt. Auch die Estländer warten sehnsüchtig auf das kalte Nass, denn sie sind fast alle passionierte Langläufer.

Blick über Tallinn

So richtig hell wird es erst gegen 10 Uhr morgens und um 16 Uhr ist es auch schon wieder dunkel. Dann leuchten viele Lampen, die kleinen Butzenscheiben der Häuser sind hell und überall sehe ich geschmückte und glitzernde Weihnachtsbäume. Es fehlt halt nur der Schnee…

Nicht allzu viele Touristen verirren sich in dieser Jahreszeit hierher. Das stört mich gar nicht, denn so kann ich Fotos schießen ohne viele fremde Menschen drauf.

in Tallinn

Tallinn ist eine Hansestadt wie Lübeck, Hamburg oder Lüneburg. Fast alle alten Häuser sind inzwischen teilweise farbenprächtig renoviert. An der Stadtmauer, an der ich entlang laufe, stehen noch viele der Wachtürme, so auch die „Dicke Margarethe“, hier ist jetzt das Estnische Meeresmuseum untergebracht.

Der „Lange Hermann“ hat mich schon begrüßt, als ich aus dem Hotel „Von Stackelberg“ getreten bin. Der Aussichtsturm ist einer der Ecktürme des Schlosses auf dem Domberg. Von ihm aus konnten die früheren Einwohner weit ins Land schauen und Angreifer rechtzeitig erkennen.

"Langer Hermann"

Besonders fasziniert hat mich die Frauengilde. Hier haben sich viele Frauen zusammengeschlossen und präsentieren ihre handgefertigten Artikel. Meist werden sie in den Ausstellungsräumen auch gleich gefertigt, sodass ich bei der Herstellung zuschauen kann. Besonders die farbenprächtigen Filzhüte haben es mir angetan…

Frauengilde in Tallinn

Im „Peppersack“ gibt es ein herzhaftes Abendessen mit mittelalterlichem Spektakel. Verkleidete Angestellte prügeln sich und fallen die engen Treppen hinunter.

Restaurant Peppersack

TUI Hoteltipp: Hotel von Stackelberg Tallinn

Hotel Von Stackelberg Tallinn

Direkt in der Altstadt gelegen bietet das Hotel Stackelberg den perfekten Ausgangspunkt für ausgiebige Erkundungstouren durch Estlands Hauptstadt. Die ehemalige Residenz ist komplett renoviert und bietet modernen Lifestyle gepaart mit traditioneller Gemütlichkeit. ► Zum Hotel

Ich schaue mit aber nicht nur Tallinn an, sondern auch die Umgebung. Im Nationalpark Laheema steht der Besuch von ehemaligen Herrenhäusern der Deutsch-Balten auf dem Programm. In Palmse, dem Haus der Familie von der Pahlen, ist ein Museum eingerichtet worden, das das Leben des Landadels zeigt. Auch ein funktionierendes Orchestrion steht hier (Kurzes Video). In der herrschaftlichen Küche im Keller wird eine Geschichte am offenen Feuer der riesigen Herdstelle vorgelesen. So schmeckt der heiße Tee mit den selbst gebackenen Plätzchen nochmal so gut.

In den Nebengebäuden gibt es noch die Orangerie mit exotischen Pflanzen, während in der ehemaligen Schnapsbrennerei jetzt Hotelzimmer untergebracht sind.

In dem ehemaligen Pferdestall, ein bisschen die Straße runter, gibt es ein uriges Restaurant, in dem nur „alte“ estnische Speisen serviert werden. Deftig sind sie und richtig lecker. Hier lohnt die Einkehr auf jeden Fall!

Palmse Manor

Auf der Fahrt durch den Nationalpark sind viele ehemalige Gutshäuser zu sehen. Manche sehr schön renoviert, andere dem Verfall anheim gegeben. Einige hatten Glück, dass sie die Sowjetzeit überlebt haben, da sie z.B. als Erholungsheim o.ä. gebraucht wurden.

Elche, Bären oder Wölfe sehe ich heute nicht, aber es ist ja auch schon wieder dunkel. Also geht es zurück nach Tallinn.

Häuser In Tallinn

Ich habe festgestellt, dass es nicht unbedingt Sommer sein muss, um Estland zu erleben. Das Land hat auch im Winter viel zu bieten, vor allem viel schöne Landschaft.

  1. Samstag, 19. März 2016 um 15:59 Uhr Monika Fuchs sagt: Antworten
    Tallinn im Winter klingt interessant. Wir waren im letzten Jahr zum ersten Mal dort, allerdings im Sommer, und uns hat die Stadt sehr gut gefallen. Vor allem die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden, der gut erhaltenen Stadtmauer und ihren Kopfsteinpflasterstraßen hat es uns angetan. Vielleicht sollten wir uns die Stadt auch mal im Winter anschauen?
  2. Donnerstag, 24. März 2016 um 08:41 Uhr TUI Bloggerin Gabriela sagt: Antworten
    Liebe Monika, ein Besuch im Winter hat wirklich seine Reize, Es ist nicht so voll und man kann sich recht gut vorstellen, wie das Leben hier vor einigen hundert Jahren verlaufen sein könnte, wenn man bei der früh einbrechenden Dunkelheit durch die Gassen geht und den Handwerkern zuschaut. Und, vielleicht liegt ja sogar noch ein bisschen Schnee und macht die Stadt noch ein wenig romantischer.

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