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Kultur

Vom Rausch der Großstadt: 3 Tage Hongkong

25.11.2015
TUI Blogger Ingo
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Ingo nutzt die vorlesungsfreie Zeit an seiner Universität in Seoul, um Asien zu erkunden. Heute zieht es ihn mit zwei Kommilitoninnen für drei Tage nach Hongkong, der Stadt der Superlative, aber auch der krassen Gegensätze, wie er bald feststellen wird.

72 Stunden! Mehr Zeit haben wir leider nicht um einen hoffentlich bleibenden Eindruck von Hongkong zu bekommen. Als ehemalige Kronkolonie des Vereinigten Königreiches wurde die kleine Enklave erst 1997 an die chinesische Regierung zurückübergeben und genießt seither seinen Status als Sonderverwaltungszone, die so anders sein soll, als der Rest des Landes. Davon wollen wir uns natürlich in den kommenden Tagen selbst überzeugen.

TUI Hoteltipp: The Kowloon Hotel

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Großstadtrausch in Hongkong

Gemeinsam mit Vero und einer weiteren deutschen Freundin landen wir gegen Mittag am Flughafen und machen uns mit der U-Bahn auf ins Zentrum. Als wir wieder ans Tageslicht treten, sind wir sofort überwältigt: die tiefen Häuserschluchten, vielen umherwuselnden Menschen, fremden Gerüche und der nicht zuzuordnende Lärm versetzen uns in einen Großstadt-Rausch, der uns die nächsten drei Tage auf Trab halten soll. Nachdem wir unser Reisegepäck abgeladen haben, machen wir uns auf den Weg zur Waterfront am weltbekannten Victoria Harbour, von dem man einen spektakulären Blick auf die Skyline der gegenüber liegenden Hongkong-Insel hat. Das Besondere ist, dass die Stadt gleich zwei Skylines besitzt, denn auch in unserem Rücken, am Ufer des Bezirks Kowloon, erheben sich schwindelerregende Wolkenkratzer und prachtvolle Kolonialbauten. Jeden Abend findet hier die längste, regelmäßig stattfindende Lasershow der Welt statt, bei der die Gebäude beider Ufer in bunte Lichter getaucht und passend zu der begleitenden Musik und Geschichte angestrahlt werden. Doch bevor wir dieses Highlight erleben dürfen, laufen wir noch die ebenfalls am Victoria Harbour gelegene Avenue of Stars entlang, die dem US-amerikanischen Walk of Fame nachempfunden ist. Neben einer Vielzahl uns unbekannter nationaler Schauspielgrößen finden sich hier auch die Sterne und Handabdrücke von Jackie Chan, Jet Li und der Kampfsport-Ikone Bruce Lee wieder.

Noch am gleichen Abend überzeugen wir uns von den „Qualitäten“ chinesischer Straßenmärkte. Direkt vor unserem Füßen erstreckt sich der Ladies Nightmarket zwei Blocks um die Tung Choi Street. Hier findet man wirklich alles, was man schon immer gesucht hat, und Dinge, von denen man bisher nicht wusste, dass sie überhaupt existieren – und das alles natürlich zum „Cheap price!“ und mit „Good quality!“. Neben Souvenirs und technischen Spielereien gibt es auch leckeres chinesisches Streetfood.

Ausblick von Hongkongs höchsten Punkt: The Peak

Am folgenden Tag nehmen wir eine der vielen günstigen Fähren zur gegenüber liegenden, größten Insel – dem vom Namen her eigentlichen Hongkong. Von hier aus fährt der Bus alle paar Minuten zum höchsten Punkt der Insel, der auf den simplen Namen The Peak hört. Von dieser Aussichtsplattform bekommt man den wohl bekanntesten Blick auf Hongkong, der uns wirklich in seinen Bann zieht. Hochhäuser soweit das Auge reicht, hier und da etwas Grün dazwischen und im Mittelpunkt der gigantische Victoria Harbour. Plötzlich kommen wir uns trotz der enormen Höhe wie eine Ameise vor.

Von der "The Peak" Aussichtsplattform hat man einen tollen Ausblick auf Hongkong.

Von der „The Peak“ Aussichtsplattform hat man einen tollen Ausblick auf Hongkong

Der größte Bronze Buddha der Welt: Insel Lantau

Nach diesem extremen Gefühl von Großstadt entschließen wir uns, eine weitere Fähre zur zweitgrößten Insel Lantau zu nehmen. Auf diesem grünen Eiland thront auf einem, mit einer 25-minütigen Seilbahnfahrt leicht zu erklimmenden Berg der größte, sitzende Bronze-Buddha der Welt. Auf unserem Rückweg nehmen wir nicht wieder die Ngong Ping 360 Seilbahn, sondern den Bus. Vorbei geht es an kleinen Dörfchen, versteckten Buchten und dem ruhigen Shek Pik Stausee. Diese abgeschiedene Ruhe, die nur einen Steinwurf vom chaotischen Großstadtgewusel entfernt liegt, ist irritierend und zugleich sehr beeindruckend. Vom kleinen Fischerdörfchen Mui Wo geht es mit der Fähre wieder in Richtung Zivilisation.

Ausflug ins Nichts: Auf eigene Faust durch Lamma

Am folgenden Tag teilen wir uns auf: Während die Mädels ihre letzten Hongkong-Dollar auf den vielen Straßenmärkten auf den Kopf hauen wollen, ziehe ich es vor, erneut die Fähre auf eine andere der zahlreichen Inseln zu nehmen. Mein Ziel ist die kleine Insel Lamma. Das Besondere ist, dass sie nicht nur komplett autofrei ist, hier existieren nicht einmal richtige Straßen. Über Wanderwege durchquere ich die Insel von Norden nach Süden um einen Strand zu erreichen, an dem, wenn man meinem Reiseführer glauben darf, Schildkröten an Land kommen um ihre Eier abzulegen.

Allein der Weg dorthin ist spektakulär und voller Gegensätze. So ziehe ich einerseits an einem riesigen Kohlekraftwerk und einer Bucht mit einem schwimmenden Fischerdorf vorbei, andererseits an feinsandigen Stränden, im dichten Grün versteckten Friedhöfen und kleinen Dörfchen, in denen kaum einer englisch zu sprechen vermag. Je südlicher ich gelange, desto schmaler werden die Wege und weniger Menschen laufen mir über den Weg. Auch der Weg zum verzeichneten Schildkrötenstrand verläuft sich und stellt sich als Sackgasse heraus. Doch das macht mir nichts, denn als ich die Küste an der Südseite erreiche, offenbart sich mir ein langer goldener Strand und ich bin komplett allein. Wahnsinn! Ich bin doch eigentlich in Hongkong, einem der bevölkerungsreichsten Gebiete der Welt!?

Ich komme an einer kleinen Hütte vorbei, vor der ein großer, roter Cola-Automat steht. Genau das, was ich jetzt brauche! Ich nehme eine Flasche und möchte gerne bezahlen. Da ich keinen Preis finde, wecke ich die betagte Besitzerin, die auf einer Bank vor ihrem Heim schläft. Sie scheint nicht besonders erfreut und fährt mich laut zeternd auf chinesisch an. Die englische Sprache scheint hier noch nicht angekommen zu sein, also halte ich ihr einfach meine Hand voll Münzgeld hin und sie sucht sich raus, was sie braucht. Mit meiner Cola in der Hand marschiere ich gut gelaunt durch die dichte Vegetation zum Fähranleger im Osten der Insel und bin schon bald wieder in der Zivilisation.

Als wir am darauf folgenden Tag wieder am Gate zu unserem Flieger stehen, bin ich überwältigt, wie viele verschiedene Seiten und Eindrücke wir doch in gerade mal 72 Stunden sammeln konnten. Hongkong schafft es tatsächlich, auf engstem Raum Tradition und Moderne sowie turbulentes Großstadtflair und abgeschiedene Ruhe miteinander zu verbinden, wie ich es sonst bisher nirgendwo auf der Welt gesehen habe.

Schlagworte:AsienHongkong

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