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Kultur

Vom Gott Amun bis Königin Hatschepsut: Tagesausflug nach Luxor

21.10.2015
TUI Bloggerin Lydia
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Ägypten – das Land der Pharaonen. Das Land der Tempelanlagen und Grabstätten. Lydia ist gerade aus ihrem Urlaub zurückgekehrt und schwärmt noch immer von Amun und Hatschepsut. Und das, obwohl sie ganz früh aufstehen musste.

5 Uhr – der Wecker schrillt durch die Stille des Hotelzimmers. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich im Urlaub früher aufstehe als zu Hause für die Arbeit. Um von unserem Hotel in El Quesir, in dem wir unseren zweiwöchigen Ägypten-Urlaub verbringen, ins berühmte Luxor zu fahren, ging es aufgrund der Entfernungen schon zeitig los.

Luxor, das südliche Zentrum Ägyptens mit dem UNESCO Weltkulturerbe Theben, ist nicht nur für Touristen von besonderer Anziehung. Die Stadt am östlichen Ufer des Nils beliefert dank der fruchtbaren Böden den gesamten Süden des Landes mit Wasser und Nahrung wie Datteln und Zuckerrohr. Das alles und noch viel mehr lernte ich im Laufe unseres Ausflugstages. Und am Ende des Tages war ich noch beeindruckter von den alten Ägyptern, als meine Geschichtslehrer es je zu schaffen vermocht haben.

10:00 Uhr: Der Karnak-Tempel

Besonders bekannt ist unser Ausflugsziel Luxor für unsere erste Station, den Karnak-Tempel. Er wurde zu Ehren des Gottes Amun (dem Fruchtbarkeitsgott) bereits 2000 Jahre vor Christus erbaut und bis ins römische Reich stetig erweitert. Die wohl größte erhaltene Tempelanlage in Ägypten mit ihren Mauern, Säulen, Obelisken und Skulpturen lässt mich schon beim ersten Anblick den Atem anhalten. Durch eine kleine Sphinx-Allee gelangen wir vorbei an den riesigen Mauern zur Einlasskontrolle. Im Inneren schlendern Tempelwächter umher, die für Ruhe und Ordnung unter den staunenden Touristen sorgen sollen.

Karnak-Tempel

Die Sphinx-Allee verziert den Weg zum Eingang

Unser Tourguide erklärt uns, dass der Tempel zeitlich verkehrt herum aufgebaut wurde – vorn befinden sich die „modernen“ Bauwerke, hinten geht es baulich immer weiter in die Vergangenheit. Jeder Pharao wollte dabei den vorangegangenen architektonisch übertreffen, ist ja klar!

Wir springen von Schatten zu Schatten – bereits am späten Morgen kratzen die Temperaturen fast an der 40 Grad Marke. Wir schlendern zwischen Statuen ehemaliger großer Herrscher und ihrer Götter hindurch, die die Anlage säumen. Fast alle Bauteile sind mit faszinierenden Reliefs und Hieroglyphen verziert, die Tausende Legenden zu erzählen scheinen. Ein besonderes Highlight ist der Säulensaal, bestehend aus 134 Säulen in 16 Reihen. Viel Schatten, ein paar Grad weniger – hier verweile ich gern! Dank des fehlenden Regens in dieser Region der Erde sind auf einigen Teilen des Tempels die wunderbaren Originalfarben erhalten geblieben.

Zum Abschluss machen wir noch einen Abstecher zum Heiligen See, dem größten Tempelsee Ägyptens. Er diente früher als Wasserlieferant, zur Reinigung und als Bühne für kulturelle Bräuche. Jetzt aber ab in den kleinen Bus zur ersehnten Klimaanlage.

13:00 Uhr: Das Tal der Könige

Der zweite Stopp auf unserer historischen Tour ist das Tal der Könige in West-Theben. Hier gelten strenge Besichtigungsbedingungen. Ein Metalldetektor prüft alle Ankommenden, Kameras sind verboten und es dürfen immer nur wechselnde Gräber besichtigt werden, um deren Erhalt zu schützen. Das ist auch gut so, schließlich sollen noch viele Menschen diese wunderschönen Zeichen längst vergangener Zeiten bestaunen dürfen.

In der Vorhalle begutachten wir ein Modell der über 3500 Jahre alten Grabanlage. Hier ließen sich fast alle Pharaonen begraben. Zum Schutz vor Grabräubern bauten sie die Gräber versteckt und tief in die Erde hinein. Wächter konnten die Anlage durch nur einen zentralen Eingang relativ gut bewachen. Bislang wurden 63 in Stein gehauene Gräber gefunden, nummeriert nach dem Zeitpunkt ihrer Entdeckung. Je länger der jeweilige Pharao regierte, desto tiefer wurde sein Grab in den Untergrund gehauen.

Mit einem kleinen Bummelzug geht es vom Ausgang der Vorhalle zu den geöffneten Gräbern. Je tiefer wir in die Senke fahren, desto beißender wird die Sonne. Ein heißer Wind weht mir entgegen, als ob ich im Backofen des Landes stehe. Da sind die kühlen Gräber eine willkommene Abwechslung. Wir laufen durch einen mit Hieroglyphen verzierten Gang hinunter zur Kammer, in dem der riesige Sarkophag steht. Es ist unvorstellbar, dass die Arbeiter vor tausenden Jahren all diese Gräber nur mit Hammer und Meißel aushoben. Leider sind die meisten Mumien zum Schutz in Museen gebracht worden.

Spannend: Es ranken sich immer noch viele Geheimnisse um die Gräber, daher ist die Suche auch unentdeckten Kammern noch nicht abgeschlossen…

16:00 Uhr: Der Totentempel der Hatschepsut

Der letzte Punkt auf unserem Ausflug führt uns zum Totentempel der beeindruckenden Pharaonin Hatschepsut, der einzigen ägyptischen Königin (die bekannte Cleopatra war nämlich gar keine gebürtige Ägypterin). Die mächtigste Frau, die je am Nil gelebt hat, regierte und lebte wie ein männlicher Pharao. Ihr Tempel ist unter anderem dem Gott Amun geweiht, der als Vater der Königin gilt und sie somit damals zur Regentschaft legitimierte.

Elegant schmiegt sich der Totentempel in die imposante, hohe Felswand. Ein 37 Meter breiter Weg führt von dem heute leider zerstörten Taltempel rauf zum Totentempel, der in drei Terrassen angelegt ist. Über Rampen gelangen wir auf die verschiedenen Ebenen mit ihren Hallen und prächtigen Säulen. Wir lauschen gespannt unserem Guide, der von dieser beeindruckenden Frau schwärmt, deren moderner und ungewöhnlicher Tempelbau ein Zeichen ihres starken Charakters ist. Viele Sphinx-Statuen und Zeichnungen der Königin sind jedoch leider durch ihren Nachfolger zerstört, den Hatschepust während ihrer zwei Jahrzehnte andauernden Regentschaft um den Thron brachte.

Erschöpft von dieser tiefen Reise in die ägyptische Vergangenheit zu beeindruckenden Persönlichkeiten und prachtvollen Bauten, lassen wir Luxor hinter uns und treten die Heimreise an.

Zurück im Hotel erwartet uns beim späten Abendessen der krönende Abschluss des Tages: Das eisgekühlte Dessertbüfett des Hotels – so gut hatten es selbst die Pharaonen nicht.

Hotelbüfett

Ideal nach einem langen Tag: Das Dessertbüfett im Radisson BLU Resort El Quseir

Wohin uns unsere Ägyptenreise sonst noch führte, erfahrt ihr im nächsten Teil. =)


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