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Jetzt mal ehrlich: Wen kümmert schon die Umwelt?

28.05.2013

Porträt Harald Zeiss„Das macht die TUI doch, weil sie es muss, und nicht, weil sie es will“. Diesen Satz höre ich sehr häufig. Es geht um das Thema Umweltschutz und soziale Verantwortung, für das ich bei der TUI Deutschland verantwortlich bin. Mein Name ist Harald Zeiss und ich bin im Unternehmen für alles zuständig, was man sich unter dem Modebegriff Nachhaltigkeit vorstellen kann. Und macht die TUI nun Nachhaltigkeit, weil sie es muss? Oder macht sie Nachhaltigkeit, weil wir denken, dass sich das für den größten Reisekonzern gehört? Eine spannende Frage, die ich nicht einfach so beantworten kann.

Wo fängt man da an? Am besten bei Adam und Eva – in diesem Fall beim Begriff Nachhaltigkeit. Der feiert in diesem Jahr seinen 300. Geburtstag. Bekannt gemacht hat ihn ein gewisser Hans Carl von Carlowitz im Jahr 1713 in seinem Werk „Silvicultura oeconomica“. Er war Bergbauingenieur und für die Stollen brauchte er viel Holz. Das ging ihm bzw. seiner Firma aber langsam aus, weil in den Wäldern einfach drauflos gefällt wurde. Carlowitz fragte sich „wie eine sothane [solche] Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuirliche beständige und nachhaltige Nutzung gebe / weil es eine unentbehrliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse nicht bleiben mag“. Zu Deutsch: Wie bekommt man es hin, dass gerodet wird, ohne dass der Wald verschwindet. Die Antwort kennt jeder: Nur so viel fällen, wie nachwachsen kann. Dann werden auch künftige Generationen ausreichend Holz haben.

Frosch sitzt am WasserUnd was hat das mit Tourismus zu tun? Im übertragenen Sinn ist Tourismus auch ein Wald. Stellen wir uns ein tropisches Urlaubsgebiet vor, das noch unberührt ist. Jetzt kommen die Hotelinvestoren und bauen Hotels, dann entstehen Flughäfen, Straßen und ein Hafen und schließlich reisen Tausende von Urlaubern an. Diese Urlauber erwarten ein hohes Maß an Natürlichkeit, nämlich am liebsten unberührte Sandstrände, eine intakte Natur und ein buntes Korallenmeer vor der Haustür. Es muss also ein Punkt gefunden werden, bei dem die Nutzung des Urlaubsgebietes nur so weit vorangetrieben wird, dass die Gäste auch dauerhaft dort Urlaub machen wollen. Krass ausgedrückt: Wenn der Strand vermüllt, das Wasser von Abwässern verseucht und das Hinterland asphaltiert ist, dann kommt auch keiner mehr. Das wäre weder ökonomisch, noch ökologisch nachhaltig.

So gesehen haben wir als Tourismusunternehmen also eine wirtschaftlich Verpflichtung, mit unseren Ressourcen Strand, Meer, saubere Luft, sorgfältig umzugehen. Das Problem ist aber, dass diese Ressourcen (Land, Luft, Wasser) von allen gemeinsam genutzt werden und es bequem ist zu sagen, dass sich darum doch jemand anderes kümmern soll. Hier kommt die Freiwilligkeit ins Spiel: Wir kümmern uns um die Umwelt, weil wir es als unsere besondere Verantwortung sehen – gegenüber der Gesellschaft, den Mitarbeitern und letztendlich auch der Branche gegenüber. Wir können nicht von uns behaupten, die Besten zu sein, wenn wir den Umweltschutz ausklammern würden. Also leisten wir uns ein Nachhaltigkeitsmanagement, weil wir es müssen und weil wir es wollen. Und das seit mehr als 20 Jahren. Und es hört nicht auf. Im Gegenteil, es fängt gerade erst an. Davon dann beim nächsten Mal.


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