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Einmal ans Ende der Welt bitte! Chile – das Land der Gegensätze

21.09.2016
TUI Bloggerin Miriam
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Miriam entschied sich bei ihrer ersten Fernreise für Chile und erkundete allein und ohne jegliche Spanischkenntnisse das längste und schmalste Land der Erde.

Chile. Ein Land, dem viel zu wenig Beachtung bei der Reiseplanung geschenkt wird. Auch von mir erst. Aber das war vorher. Vor meiner 3-wöchigen Reise in das unbekannte, langgezogene und wohl facettenreichste Land der Welt. Warum es ausgerechnet mich, ein Fan des Nordens, ans Ende der Welt gezogen hat? Ein Mann. Ein Chilene. Eine ganz besondere Sorte von Mensch, die man in Chile sehr häufig antrifft: warmherzig, voller Lebensfreude, aufgeschlossen und gelassen – einfach mitreißend und außergewöhnlich. Und damit ein starker Kontrast zu mir. Bitte nicht falsch verstehen, ich kann auch locker und leidenschaftlich sein. Dennoch bin ich auch kopflastig, plane gern und bin ein Realist statt Optimist. Umso mehr hat mich das Land und die Leute beeindruckt und für immer geprägt. Seine Menschen machen Chile aus. Sie bilden den Kern des Landes. Aber zurück auf Anfang.

Die Hauptstadt, Santiago de Chile, ist von Berlin ca. 12.500 km weit entfernt, was einer Flugdauer von mindestens 18 Stunden entspricht. Da mir das für meinen ersten Langstreckenflug zu wenig erschien (Vorsicht: Ironie!), habe ich es, mit Zwischenstopps in Madrid und Brasilien, auf ganze 27 Stunden geschafft. Unmengen Essen, Filme und Musiklieder später, bin ich am Flughafen Arturo Merino Benitez gelandet und konnte zugleich eine atemberaubende Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel der Anden genießen.

Wasser soweit das Auge reicht ─ Baden aber bitte nur im Neoprenanzug!

Nach dem mehrstündigen Flug wollte ich aber erst einmal nur eines sehen: den Pazifischen Ozean. El Tabo ist ein kleiner Ort, direkt am Meer und eine Autostunde vom Flughafen entfernt. Diese Stunde sollte es euch aber auf jeden Fall wert sein, denn es erwartet euch vom weitläufigen Sandstrand aus ein traumhafter Blick auf den tiefblauen Ozean. Hier findet ihr auch zahlreiche Surfer, denn in Chile gelten optimale Bedingungen zum Wellenreiten. Ich war im Juli dort, also genau im chilenischen Winter, und habe mich nicht in das 10 Grad kalte Meer getraut. Für niedrige Wassertemperaturen sorgt übrigens der Humboldtstrom, welcher von der Antarktis kommend, das kalte Wasser direkt an die Westküste Südamerikas spült. El Tabo habe ich als einen einfachen, aber wunderschönen Ort kennengelernt, wo viele Chilenen ihre Sommerhäuser haben.

Eiskalt, aber wunderschön: Der Pazifische Ozean

Modern und pulsierend: Santiago de Chile

Der Kontrast zu Santiago könnte nicht größer sein. Schon bei meiner Ankunft wurde ich von meinem einheimischen Freund aufgeklärt: „Chile ist Santiago.“ Ich kann dies weder bestätigen noch dementieren, da es mir in 3 Wochen nicht möglich war das ganze Land bestaunen zu dürfen. Dennoch: Santiago ist eine sehr moderne Stadt mit zahlreichen kulturellen Angeboten und kann mit mehr als 6 Millionen Einwohnern doppelt so viele wie Berlin zählen. Aus eigener Erfahrung kann ich besonders die Fahrt mit der Furnicular zum Cerro San Cristobal empfehlen. Für 2000 chilenische Pesos, umgerechnet ca. 3 Euro, erhaltet ihr einen hervorragenden Ausblick über die Hauptstadt. Hier solltet ihr außerdem eine Empanada, also eine gefüllte Teigtasche, und einen Mote con huesillo (eingelegter Weizen mit getrocknetem Pfirsich) bestellen, ein traditionelles chilenisches Getränk, dass euch kurz einen Zuckerschock erleiden lässt. Besonders sehenswert ist auch der Markt Pueblito de Los Dominicos im Stadtteil Las Condes, direkt bei der Endhaltestelle der roten Metrolinie. Hier könnt ihr in vielen kleinen Läden stöbern in denen von Hand gearbeitete Einzelstücke wie Taschen, Pullover oder Schmuck aus Lapislazuli-Steinen, verkauft werden.

Santiago de Chile von oben

Mountainbiking, Sandboarding und der beeindruckendste Sternenhimmel der Welt: Die Wüstenstadt San Pedro de Atacama

Ein ganz besonderes Highlight meiner Reise war, neben dem Besuch der bunten Hafenstadt Valparaiso, ein einwöchiger Aufenthalt in der Stadt San Pedro de Atacama, welche sich innerhalb der Atacamawüste, eine der trockensten Landschaften unserer Erde, befindet. In der Atacamwüste ist es tagsüber sehr heiß. Sonnenschutz, Sonnenbrille und festes Schuhwerk sind unabdinglich. Sobald die Sonne untergeht, wird es extrem kalt, so dass Handschuhe, dicke Socken, Winterjacke und Schal getragen werden sollten. San Pedro de Atacama ist ein charmanter Touristen-Ort mit zahlreichen Tante Emma Läden und kleinen Restaurants. Auf dem Plaza de Armas könnt ihr euch zurücklehnen und das bunte Treiben der Menschen beobachten. Besucht auch den überdachten Bazar nahe des Platzes. Hier könnt ihr neben handverzierten Mate-Becher auch kuschelige Alpaka Pullover erwerben, um die euch in Deutschland jeder beneiden wird.

Alles sehr einfach gehalten: In San Pedro de Atacama

San Pedro de Atacama bietet zahlreiche Attraktionen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Wenn ihr die Wüstenlandschaft günstig und flexibel erkunden wollt, leiht euch bei einem der zahlreichen Anbieter ein Mountainbike, Helm, Schloss, Taschenlampe (abends wird es stockduster und fast kein Leihrad ist mit Licht ausgestattet) und ganz wichtig ein Reparatur-Notfallset aus. Spanischkenntnisse sind hier von Vorteil, da die Einwohner der Stadt nur ein paar Brocken Englisch sprechen. Mit dem Mountainbike könnt ihr dann in die 10 km entfernte Wüstenlandschaft Valle da la Luna radeln und das spektakuläre Tal des Mondes bestaunen. Bleibt auf jeden Fall bis zum Sonnenuntergang und genießt bei einer Totenstille das atemberaubende Farbspiel vom Bergkamm aus. Das Klettern auf die höchste Düne wird stark an euren Kräften zehren, aber die Strapazen lohnen sich.

Auch solltet ihr euch nicht Valle de la Muerte entgehen lassen. Mit dem Mountainbike und einem Sandboard, dass ihr euch in jedem Fahrradverleih ausleihen könnt, fahrt ihr in das 4 Kilometer von der Stadt entfernte Tal und übt euch beim Hinabgleiten der zahlreichen feinsandigen Dünen. Ich verspreche euch, das ist ein Riesenspaß der unvergesslich ist.

In der Atacamawüste findet ihr wahnsinnig tolle Dünen

So viel Schönheit auf einem Blick: Die Salar de Tara in der Atacamawüste

Auf dem Weg zur Salar de Tara in Chile
Auf dem Weg zur Salar de Tara in Chile

Miriam beim Sandboarding

Wie auf dem Mond: Die Valle de la Luna

Chile ist ein Land, das dich begeistern wird. Es bietet alles, was das Herz von Naturfans höher schlagen lässt: Meer, Berge, Strand, Wüste, Regenwald und Gletscher. Ich bin mir sicher, das war nicht mein letztes Mal in diesem wunderschönen Land. Patagonien ruft bereits.


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