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Genuss

Ein Körnchen Wahrheit

27.05.2014

Wo isst man schon besser chinesisch als in China! Oder? Ich fand’s jedenfalls nicht leicht, eine einfache Schale Reis zu bekommen…

Chinesisches Essen

Gar nicht so einfach: Nicht jedes chinesische Gericht isst sich so leicht mit Stäbchen.
Foto: TUI

Wenn in China ein Sack Reis umfällt, interessiert das bekanntlich niemanden. Schade eigentlich, denn der Reis im Reich der Mitte ist von einer erlesenen Güte und hat nichts mit jenen gleichnamigen Erzeugnissen zu tun, die in unseren Breiten die Lebensmittelindustrie in so genannten Kochbeuteln feilzubieten pflegt. Bei manchem Bummel durch chinesische Metropolen habe ich mich selbst davon überzeugt: Selbst in den simplen Garküchen an den Straßen der chinesischen Millionenstädte wie Peking oder Shanghai verführen die weißen Körner durch ihren sanften Duft und eine feine, leicht klebrige Konsistenz, was die Aufnahme mit den landestypischen Stäbchen erheblich vereinfacht.

Mag dem Reisenden aus dem Westen darob auch das Wasser im Munde zusammenlaufen: Wie schwierig es ist, in China an ein Schüsselchen Reis zu kommen, habe ich dann erst später erfahren. Und das liegt an den gastfreundlichen Menschen.

Krebs

Ein schöner, glitschiger Herbstkrebs, auf den Punkt gedämpft; doch wo bleibt der Reis?
Foto: Schloemer

Chinesen laden Ausländer zu gern zum Schmausen ein. Und ausschließlich der Gastgeber bestellt. Das ist so Sitte. Also sitze ich still am Tisch und warte auf das, was kommt. Und es kommt einiges. Traut man sich jedoch, irgendwann im Laufe des ungemein üppigen Menüs, womöglich ermutig durch den Zuspruch des einen oder anderen nach deutschem Reinheitsgebot gebrauten Tsingtao-Bieres, nunmehr nach etwas Reis zu fragen, um auch den köstlichen Saucen genüge zu tun, wird allseits freundlich genickt und auf der Stelle das übliche Heer von Serviermädchen zusammengerufen. In chinesischen Restaurants schreit ständig irgendwer nach dem „Frollein“ – „Xiǎojie!!!“ Daraufhin folgen noch mehr Krebse und Entenfüße und Frösche und Fischköpfe. Nur kein Reis. Der gilt als Sättigungsbeilage, vorwiegend für Ärmere. Im Restaurant verlangt nach ihm, wer Sorge hat, von den dargebotenen Gerichten nicht satt zu werden oder tatsächlich nach vollendeter Mahlzeit, wenn es wirklich nicht gereicht haben sollte, was in Anbetracht der gargantuesken chinesischen Speisefülle höchst unwahrscheinlich ist. Also merke ich mir für meine zukünftigen China-Reisen: Wer seine wahren Wünsche erfüllt sehen möchte, sollte sich tunlichst nicht einladen lassen. Und daran ist vielleicht mehr als nur ein Reiskörnchen Wahrheit.


TUI-Reisetipp

Rundreise „China auf die feine Art“
Eine Kombination aus Kreuzfahrt und Bustour ist die Rundreise „China auf die feine Art“ von Shanghai nach Peking inklusive Schiffsreise auf dem Yangtze Fluss. Die Reisenden erwarten nicht nur die beeindruckenden Metropolen Shanghai und Peking sondern auch die die ländliche Idylle in den Karstbergen im chinesischen Hinterland. Besonders beeindruckend ist die Fahrt auf dem Yangtze-Fluss, der von hohen Schluchten umgeben ist. Übernachtet wird in Komfort-Hotels und auf einem Fünf-Sterne-Kreuzfahrtschiff. Mehr Infos findet Ihr hier.

Schlagworte:ChinaEssen

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