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Alles Handtuch, oder was?

02.01.2014

Gretchenfrage: Waschen lassen oder nicht? Im Hotel-Badezimmer prallen Umweltschutz und Verwöhnbedürfnis manchmal unsanft aufeinander. Unser TUI Umweltexperte über den ultimativen Umgang mit Handtüchern

 

Seit einigen Jahren befindet sich in den Hotelbädern dieser Welt irgendwo ein Hinweisschild, das sich in vielen Sprachen mit dem immer gleichen Hinweis an den Gast wendet:
„Lieber Gast! Können Sie sich vorstellen, wie viele Tonnen Handtücher weltweit jeden Tag umsonst gewaschen werden und wie stark die Gewässer und die Natur von den Waschmitteln belastet werden? Leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz und entscheiden Sie selbst: Handtücher auf dem Boden bedeutet: “Bitte waschen!” Handtücher auf dem Haken bedeutet: “Bitte nicht waschen, ich benutze es ein weiteres Mal!”

Hinweisschild

Kleines Schild mit großer Wirkung – na ja, potentiell…
Foto: Zeiss

Der Haken hat einen Haken

Was nun? In der Regel befolgen die meisten Gäste diese Vorgabe und wollen ihre Handtücher gerne noch mal verwenden. Daheim sieht es ja nicht anders aus. Eine Woche ist ein deutsches Handtuch in einem Durchschnittshaushalt in Gebrauch, bevor es gewaschen wird. Warum also im Hotel schon nach einer Dusche wechseln?

Jetzt fangen die Probleme aber erst an. Viele Hotels haben keine passenden Vorrichtungen, um ein feuchtes Handtuch zu trocknen. Ein Haken reicht nicht aus, eine horizontale Stange oder ein entsprechender Heizkörper würden helfen. Diese sind aber, vor allem in kleinen Hotelbadezimmern, aus Platzgründen Mangelware. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern läuft dem Umweltschutz entgegen.

Drei gerollte Handtücher

In Sachen Umwelt wird das Handtuch schnell zur Gretchenfrage

Ich möchte ein vorgewärmtes Badetuch, bitte!

Und noch jemand arbeitet gegen den umweltbewussten Gast: das Zimmermädchen. Viele Gäste haben es schon selbst erlebt: Auch wenn das Handtuch nicht auf dem Boden oder in der Wanne lag, war es am nächsten Tag ausgewechselt. Der Grund dafür ist einfach: Beim Zimmerreinigen muss es zügig gehen, da ist keine Zeit, ein Handtuch zu falten oder schön aufzuräumen.

Außerdem: Schneller und auch hübscher anzuschauen ist auf jeden Fall, wenn wieder neue Handtücher verwendet werden. Dann muss auch keiner mehr kommen, falls ein Gast es sich abends doch noch mal anders überlegt, und trotzdem ein frisches Handtuch möchte.

Handtücher als Schwäne gefaltet

Geschmackssache: Phantasiefiguren aus Handtüchern – manche lieben’s

Der Hotelier ist am Zug

Was kann man daraus lernen? Es ist wichtig, die Voraussetzungen für einen guten Umweltschutz zu schaffen. Das muss der Hotelier gewährleisten. Erst dann kommt die Kommunikation zum Gast. Und wenn das alles richtig funktioniert, dann haben auch alle etwas davon: Der Hotelier spart Geld für die Wäsche, der Gast hat ein gutes Gewissen und die Natur muss weniger Wasser und Energie zur Verfügung stellen. Warum nicht gleich so?

Handtücher auf Liegen am Pool

Frische Handtücher überall? Deutsche Haushalte nutzen im Schnitt dasselbe Handtuch für eine Woche –
Fotos (3): TUI

Was meint Ihr zum Thema Handtuch wechseln? Wir sind gespannt auf Eure Kommentare!

TUI Reisetipp

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Schlagworte:TUI Nachhaltigkeit
  1. Donnerstag, 05. Februar 2015 um 15:57 Uhr emporion es sagt: Antworten
    Dummes Argument, mit dem Umweltalibi Kosten einsparen. Selbstverständlich erwarte ich tägliche Dusch/Handtuchwechsel, selbstverständlich erwarte ich umweltfreundliche Reinigung in einem Hotel, dazu sehe ich die wenigsten Hotels die ich auf meinen Reisen besuche fähig. Wie? a. natürliche Seifen füer die Reinigung der Handtücher z.Bs. Seife aus Castilla, b. Abwasserklärung und Verwendung zur Bewässerung der Grünanlage, wie z.Bs. in Israel c. vieles, vieles mehr mfg
  2. Freitag, 06. Februar 2015 um 09:13 Uhr Harald Zeiss sagt: Antworten
    Hallo Emporion. Das sind in der Tat gute Punkte und Hoteliers könnten noch viel mehr machen. Was mich zu dem Thema wirklich beeindruckt hat: Ozonwaschmaschinen im Robinson Cala Serena auf Mallorca. Es wird nur noch kaltes Wasser benötigt und so gut wie kein Waschmittel, wenn dem Wasser das Ozon beigefügt wird. Nach der Wäsche wird das Ozon dem Wasser wieder entzogen und die Wäsche ist strahlend weiß. Einziger Nachteil: es geht auch nur mit weißen Sachen wie Handtüchern, Bettlaken und Servietten. Denn Buntwäsche kommt ebenfalls weiß aus der Maschine…“
  3. Sonntag, 13. September 2015 um 12:02 Uhr enviro sagt: Antworten
    Wer garantiert mir denn, dass das eingesparte Geld auch umweltgerecht verwendet wird? Es wäre sinnvoll, Handtuchwäsche dem Gast nach Aufwand separat zu berechnen, denn im Moment bezahlen die Umweltbewussten einfach nur die Handtücher derjenigen, die täglich frische wollen.
  4. Montag, 14. September 2015 um 12:14 Uhr Harald Zeiss sagt: Antworten
    Hallo Enviro. Es gibt leider keine Garantie, dass das Geld umweltgerecht verwendet wird. Umweltschutz geht uns aber alle an und wegen einer Handvoll Trittbrettfahrern dürfen wir uns nicht ausbremsen lassen. Sonst müssten wir irgendwann auch wieder die Münzautomaten an den Duschen einführen, damit jeder das bezahlt, was er oder sie verwendet. :o)
  5. Mittwoch, 16. September 2015 um 22:35 Uhr VJ sagt: Antworten
    Hallo Herr Zeiss, ich habe Ihnen eine E-Mail im Postfach hinterlassen bzgl. dieser Thematik. LG
  6. Montag, 06. Juni 2016 um 16:57 Uhr Philipp sagt: Antworten
    Ich finde, man kann im Hotel auch ein Handtuch mal zwei Tage hintereinander benutzen. Zuhause wechseln wir nach 3-4 Tagen, eine Woche finde ich schon arg lang zumal im Sommer wenn man öfters duscht. Das Umweltargument ist bei den meisten Hotels in meinen Augen aber nur ein Vorwand um Kosten zu sparen.
  7. Mittwoch, 08. Juni 2016 um 10:12 Uhr Harald Zeiss sagt: Antworten
    Hallo Philipp, ganz meine Rede. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, wie oft er ein Handtuch benutzt, bevor es wieder in der Wäsche landet. Aber damit wir umweltschonend handeln können, müssen auch die Hoteliers etwas tun. Natürlich spart das Hotel durch unser umweltbewusstes Verhalten Kosten. Aber manche Hotels gehen dazu über, ihren Gäste Getränke zu spendieren, wenn sie Handtücher und Bettwäsche nicht jeden Tag wechseln. Das ist dann eine win-win-Situation für alle Beteiligten.

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